CharaktERHköpfe

Der Landkreis Erlangen-Höchstadt feiert 2022 sein 50-jähriges Bestehen. Grund genug, um auf die Menschen, die den Landkreis geprägt haben und immer noch prägen, zu schauen. Mit der wöchentlichen Social Media Porträt-Reihe „CharaktERHköpfe“ stellen wir 50 prominente und weniger bekannte Gesichter vor und erzählen ihre Geschichte. Sie verraten uns ihre Lieblingsorte im Landkreis und nehmen uns anhand eines persönlichen Gegenstandes mit in ihren Alltag. Neugierig geworden? Hier geht’s zu den CharaktERHköpfen: Instagram & Facebook.

 

Klaus Schumann – Erster Bürgermeister der Gemeinde Aurachtal

Wie viele andere auch beim Radfahren und Spazieren gehen. Aber auch in der Musik. Ich habe die Schallplatte wiederentdeckt. Ein Medium auf das man sich ganz anders einlassen muss als auf CD oder Streaming. Für eine Schallplatte nimmt man sich ganz anders Zeit und das hilft beim Abschalten.

Neben dem eigenen Garten… Ein schattiges Plätzchen unter einem Obstbaum im Pfarrgarten mit Blick auf die Klosterkirche und den Aurachgrund.

Dr. Martina Switalski – ehemalige Kreisarchivpflegerin des Landkreises Erlangen-Höchstadt

Mein Lieblingsfleck ist direkt hinter der Frohnhofer Mühle [an den Weihern]. Nicht, weil es der östlichste Punkt des Landkreises [an der Grenze zu Oberfranken] ist, sondern weil ich als Kind herausfand, dass man an einer bestimmten Stelle vier Kirchtürme sieht. Am Abend, wenn es von St. Georg über Aegidius kreuzerhöht zu St. Anna Friede läutet, folg ich der Vögel wundervoller Flüge und gib Ruh.

Für Musil* war historisch das, was man selbst nie tun würde [und der Blick zurück immer ein anklagender]. Für mich ist historisch das, was uns zuversichtlich in die Vergangenheit blicken lässt, um Zukunft zu prägen. Kein Mensch kommt aus dem Nichts. Alle sind wir das Bündel der Erwartungen, Chancen und Erinnerungen unserer Vorfahren und darum wurde Geschichte [als Lehrerin, Dozentin und Lokalhistorikerin] zum Kern meines Lebens. In meiner Heimat lebe ich als eine, die mit vollen Sinnen eingewöhnt und nicht nur eingeboren ist. Mein historisches Auge eröffnet mir weitere Dimensionen unserer Lokalgeschichte in alten Dokumenten, Archivalien, historischen Fotografien und Zeitzeugengesprächen. Diese historischen Zeugnisse zu finden, zu wahren, lesbar zu machen und aufzuheben ist mein Plaisir - historisch also das, was man gerne tut.

Helmut Lottes – Erster Bürgermeister des Marktes Vestenbergsgreuth

Es gibt da nicht nur einen Fleck, sondern das sind die Wälder um meinen Heimatort Vestenbergsgreuth. Da habe ich viele Stellen kennen gelernt, die ich heute noch gerne aufsuche, auch wenn sie sich, so wie ich selbst, verändert haben. Ich bin hier schon als Kind zum Pilze- und Beerensammeln regelmäßig unterwegs gewesen. In den letzten Jahrzehnten ist davon das Pilzsammeln übrig geblieben.

Finde ich v. a. beim Tennissport, wo ich mich nach wie vor so richtig körperlich auspowern kann. Ein wichtiger Teil davon ist allerdings dabei auch die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten.

Mareike Wiening – musikalisches Multitalent

Das musikalische Multitalent - sie hat Klavier und Querflöte gespielt, bevor sie sich "Ihrem" Instrument, dem Schlagzeug, gewidmet hat - ist schon viel in der Welt rumgekommen. Von Norwegen (dazu morgen mehr) über die USA, wo sie einen Master of Music der New York University erlangte, bis zu den vielen Ländern, wo sie schon überall Konzerte gegeben hat, z.B. in Dänemark, Frankreich, der Schweiz, Slowenien, Litauen und Brasilien. Unterwegs ist sie dabei entweder mit verschiedenen Ensembles oder direkt mit ihrem eigenen Jazz-Quintett.
Ihr Lieblingsort in ERH ist "der Dohnwald".
Das wird ihre alte Heimat Herzogenaurach, wo Mareike auch Kulturförderpreisträgerin ist, sicher freuen

In Norwegen bin ich als Kind aufgewachsen, ich spreche immer noch die Sprache und verbringe dort so viel Zeit wie möglich, in den letzten Jahren immer den Sommerurlaub. Es ist der beste Ort zur Erholung und um neue Energie zu tanken.

⁣⁣Friedrich Gleitsmann – Erster Bürgermeister des Marktes Wachenroth

Am liebsten im Landkreis mag er "De[n] weite[n] Blick vom „Kühhölzchen“ aus über das Ebrachtal bis hin zum Kälberberg. Und gegenüber „Am Weissen Berg“ die Aussicht über Wachenroth und Weingartsgreuth über unser schönes Ebrachtal.

Ideal als Ausgleich für mich ist die herrliche Natur rings um unser schönes Wachenroth. Felder, Wiesen, Teiche und Wälder bieten eine besonders abwechslungsreiche Natur mit ihrer Flora und Fauna, in der es nie langweilig wird. Man kann dort, meist ganz ungestört, lange die urbane Natur wahrnehmen und genießen.
Wenn es Zeit und Gesundheit erlauben auch gerne mit dem Fahrrad radeln - durch unseren schönen Landkreis ERH mit vielen neu gebauten Rad- und Wanderwegen, oder auch gerne weiter.

Karin Knorr – langjährige Kreisrätin und Stellvertretende Landrätin

⁣⁣Natürlich auf dem Höhenzug in Marloffstein. Dort kann man bei einem Spaziergang nicht nur die vier Schlösser in der Gemeinde Marloffstein betrachten, sondern auch den traumhaften Ausblick nach Nürnberg und Umgebung im Süden und das Regnitztal, die Fränkische Schweiz mit Walberla und Burg Feuerstein im Norden genießen. Mit Blick nach Osten ins Schwabachtal und zu den Kalchreuther Höhen sowie nach Westen Richtung Röttenbach und Aischgrund lässt sich die landschaftliche Schönheit des Landkreises ERH erkennen. Der Höhenzug Marloffstein, geographisch die engste Stelle des Landkreises, scheint wie das Herz von ERH – es verbindet Ost und West zu einer lebens- und liebenswerten Heimat.

Im idyllischen Adlitz zwischen Obstbäumen und blühenden Stauden sowie Blumen finde ich in meinem Garten die notwendige Ruhe und Entspannung. Gespräche mit lieben Nachbarn und freundlichen Spaziergängern, die oft die Blütenpracht bewundern, bringen hierbei Abwechslung. Es tut der Seele gut, die Herzlichkeit und Offenheit der Mitmenschen hierbei spüren zu können.

Adolf Wedel – bis 2021 Geschäftsführer und aktuell Vorsitzender des Gesellschafterkreises der Martin Bauer Group

Ich genieße es, eine Runde zu Walken oder zusammen mit meiner Frau eine Fahrradtour zu machen. Das macht Spaß und entspannt.
Zudem reise ich äußerst gerne – egal ob im Ausland oder im Inland. Denn die Pandemie hat daran erinnert, dass unser Deutschland so viel zu bieten hat. Und gemeinsam mit den Kindern und Enkelkindern macht das ganz besonders Freude.

Ich bin hier sicher voreingenommen. Ich mag unseren Kräuter-Garten MartinBauer und den Kräuterrundweg außerordentlich gerne. Eingebettet in unseren wunderschönen Aischgrund reiht sich die Vielzahl an Kräutern und Heilpflanzen und schaffen aus meiner Sicht eine ganz besondere heimatliche Atmosphäre.

Oliver Brehm – Organisator des ERH-Vitallauf

"Meine Lieblingsflecke sind die Bodenweiher und die Auweiher in Weisendorf."

"Mein „Ritual“ ist jeden Morgen eine Stunde Gassi gehen mit Arya – vorzugsweise rund um die Weiher in Weisendorf."

Retta Müller-Schimmel – die am längsten amtierende Frau im aktuellen Kreistag und insgesamt am zweitlängsten in diesem Gremium; gelernte Erzieherin und seit 2014 Stadträtin in Herzogenaurach

"Frei nach der Methode von Frederick dem Mäusegesicht von Leo Lionni übe ich mich im Sammeln von Glücksmomenten. Ich genieße sie, sauge sie auf und speichere sie ab. Bei Bedarf möchte ich auf sie zurückgreifen können."

"Mein Lieblingsfleck ist ein Höhenzug, der den westlichen Teil des Landkreises mit dem östlichen Teil verbindet und Atzelsberg - fränkisch Adslsbärch - heißt.
Auf und in Atzelsberg und drumherum lädt eine abwechslungsreiche Landschaft zum Verweilen und kleine Orte zum Einkehren ein. Wenn ich Abstand vom Alltäglichen, einen Ortswechsel brauche, zieht es mich dorthin. Dieser Fleck ist für mich ein Kraftort, meine „Urlaube“. Da bekomme ich den Kopf frei, kann meine Seele baumeln lassen und meinen Blick wieder ruhig auf das Jetzt richten."

 

Martin A. Wedel – Mitglied der Geschäftsleitung bei der Martin Bauer Group

"Da bin ich natürlich sehr voreingenommen – eindeutig Vestenbergsgreuth. Nicht nur, weil ich hier aufgewachsen bin und dort arbeite, sondern weil es hier einfach auch landschaftlich schön ist. Der Schaukelweg bietet natürlich auch eine tolle und abwechslungsreiche Möglichkeit, um raus in die Natur zu gehen."

"Ausgleich finde ich z.B. beim Fußball. Sei es nun bei der SpVgg Greuther Fürth als Zuschauer und Unterstützer oder im Garten mit unseren Kindern. Überhaupt ist die Zeit mit unseren (meinen) Kindern ein Ausgleich, weil hier einfach ganz andere Themen und Sorgen eine Rolle spielen, als im beruflichen Alltag. Ein langer Spaziergang oder eine gemeinsame Mahlzeit mit der (Groß-) Familie gibt ebenfalls Kraft und schafft eine kleine Auszeit. Ruhe finde ich beim Lesen eines guten Buches und einer Tasse Tee."

Karl-Heinz Hertlein – Erster Bürgermeister des Marktes Weisendorf

"Da gibt es natürlich einige in meiner Gemeinde, dem Markt Weisendorf, die mir ans Herz gewachsen sind, in der Natur und in den Dörfern.
Es gibt aber auch einen Lieblingsfleck für mich im Landkreis, das ist auf dem Höhenrücken bei Rathsberg. Eine Stelle mit herrlichem Ausblick sowohl nördlich vom Regnitztal bis zum Walberla als auch südlich vom Höhenrücken Kalchreuth über den Sebalder Reichswald bis in die Stadt Nürnberg."

"Diese Stelle ist gleichzeitig kommunalpolitisch bedeutsam für mich. Es ist die Engstelle des Landkreises - übrigens schon des Altlandkreises Erlangen, mit der Gebietsreform hat das nichts zu tun. Ich kam das erste Mal an diese Stelle als Praktikant des Erlanger Stadtrats Günther Volleth, zu Arbeiten auf den Feldern des bereits verstorbenen ehem. Landrats des Landkreises Erlangen, Heinz Beckh. Später erwarb und bewirtschaftete ich landwirtschaftliche Flächen in der Engstelle, jetzt als Kreisrat und Erster Bürgermeister einer Gemeinde des Landkreises Erlangen-Höchstadt.
Wenn ich dort bin, setze ich mich bei schönem Wetter auf eine Bank und mache eine Pause. Von der Kirschblüte bis zur Winterlandschaft: Immer ein Augengenuss."

Jürgen Reck - Weltmeister World Butcher Challenge 2022

"Die Wasserräder in der Regnitz - im Sommer ist es da schön ruhig. Dort bin ich auch viel in den Wäldern und an den Weihern unterwegs. Ich bin in Oberndorf aufgewachsen, deswegen war ich häufig am Oberndorfer Weiher.⁣
Wenn ich in die Ferne schweifen darf, da freue ich mich riesig auf meine nächste Reise nach Sacramento (USA) zur World Butchers' Challenge."⁣

"Normale Bratwurst. Meine Kreationen mag ich natürlich auch sehr gerne; die sind alle gut. Ich wechsele da immer mal wieder durch. Gemüse grille ich auch gern. Spargel, Bohnen, Paprika, Zucchini, ... - Hauptsache saisonal. Ich bin Sommer- wie Winter-Griller, während des Lockdowns hab ich fast jeden zweiten Tag gegrillt. Da fiel ja Samstags der Partyservice weg, also hab ich Samstagnachmittag schon überlegt, was ich Abends grille.⁣
Im Winter finde ich die Feuerschale genial. Glühwein, Brötchen, Bratwurst - was willst Du mehr?"⁣

Jürgen Jäkel – Erster Bürgermeister der Gemeinde Großenseebach

"Im Landkreis gibt es viele schöne Flecke - und immer wieder neue zu entdecken. Einen Lieblingsfleck zu benennen, fällt mir deshalb schwer.
`Indoor` halte ich mich öfters bei Veranstaltungen in der Ladeshalle auf, z.B. bei Klassikkonzerten des gVe [Gemeinnütziger Theater- und Konzertverein Erlangen] oder anderen Kulturveranstaltungen.
`Outdoor` sehr gerne mit einem Espresso und einer Zeitung – am liebsten mit meiner Familie - an einem schattigen Plätzchen in unserem schnuckeligen kleinen Garten."

"Gerne u.a. bei kulturellen Veranstaltungen, bei denen man den Alltag dann auch einmal ausblenden kann. Kino, Theater, Lesungen und vor allem Konzerte von Klassik bis Rock (früher: von Abba bis Zappa). Als letztes war ich mit meiner Frau bei einem Konzert der wunderbaren Dota (Kehr) im Hirsch in Nürnberg und bei der begeisternden Arabella Steinbacher mit der Deutschen Radio Philharmonie in der Ladeshalle. Von diesen Highlights zehrt man manchmal noch Jahre später…"

Barbara Weise – Rad(renn)fahrerin und Silbermedaillen-Gewinnerin der Paralympics 2008

"Die Radtouren zu den fränkischen Kellern und auch zu anderen Zielen durch die unübertroffen schöne Natur sind für mich sehr entspannend. Inzwischen bin ich also zu einem Genussradler geworden und habe das Trikot der Deutschen Nationalmannschaft gegen das des RSC Adelsdorf getauscht. Nach meiner Teilnahme an den Paralympics 2008 in Peking wäre das für mich unvorstellbar gewesen. Da sich meine gesundheitliche Situation sehr ungünstig entwickelt hat, schöpfe ich aus dem (Genuss-)Radeln meine Kraft. Besonders positiven Einfluss haben dabei die Touren mit den "Muggenschluggern" des RSC Adelsdorf.
Aber nicht nur die: Seit 2 Jahren stehen regelmäßig Wettrennen mit meinen Enkelkindern auf dem Programm. Die damals 2 ½ jährige Emilia auf ihrem Kinderlaufrad – die Oma auf dem Laufrad für Erwachsene. Klar, dass die Oma regelmäßig als 2. Siegerin die Ziellinie überquert. Inzwischen bin ich auf den 3. Platz abgerutscht. Emilias nun 3jähriger Bruder hat ins Renngeschehen eingegriffen…
Aber natürlich wird die Oma von zwei Enkelkindern auch abseits vom Radeln gefordert. Bei jedem Besuch hat sie Geschichten vorzulesen, Karten zu spielen oder auch verrückte Rollenspiele zu veranstalten. Einfach wunderbar!"

"Seit ich vor fast drei Jahrzehnten vom Ruhrgebiet ins herrliche Franken ausgewandert bin, habe ich die - mir bis dahin unbekannten - Keller entdeckt und genieße bei meinen Besuchen regelrecht die Atmosphäre. Mein liebster Fleck ist das „Waldkrankenhaus“ in Obermembach. Hier sitzt man wunderbar und hat einen sehr schönen Blick über Wiesen, Wald und Weiher. Ganz nebenbei kann man hier noch köstliche Brotzeiten und hervorragendes Bier zu sich nehmen."

Gerald Brehm – Erster Bürgermeister der Stadtverwaltung Höchstadt an der Aisch

"Mit Musik auf den Ohren wandern und die Ruhe im Urlaub genießen."

"In der schönen, weltweit einmaligen, kleinstrukturierten Teichlandschaft des Karpfenland Aischgrund und in der Kelleranlage in Höchstadt."

Thomas Fink – Jazzlegende 

Neben der Musik schlägt sein Herz für seine Familie.
Bei unserem Telefonat ist deutlich zu hören, wie stolz er ist: Alle haben Musik im Blut und sind unglaublich talentiert.
Sohn Gerald ist Bundeschorleiter des Fränkischen Sängerbundes und setzt jedes Mal mit dem Münchauracher Klosterfrühling ein musikalisches Ausrufezeichen.
Seine Enkelin hat Thomas im Rahmen ihres Musikstudiums selbst am Klavier unterrichtet. Obendrauf studiert sie jetzt Medizin und will sich darauf spezialisieren, Musikerinnen und Musiker zu behandeln.
Auch sein Enkel lebt für die Musik. Er ist beim Rundfunkorchester in Köln angestellt und hat die Titelmelodie für die WDR-Nachrichtensendung komponiert. Damit tritt er in große Fußstapfen. In den 70ern hat Thomas mit dem BR-Rundfunkorchester fast jede Sendung begleitet. Mit Jazzgrößen wie Rainer Glas, @torstengoods und Carola Grey hat er oft und gerne zusammen gespielt.
Zu Thomas' 80. Geburtstag haben sie in der Nürnberger Tafelhalle ein besonderes „Birthday Concert“ aufgenommen. Am Ende des Abends seien ihm die Zugaben ausgegangen. „Dann haben sie mir gesagt, „Thomas, geh einfach rauf und spiel was!“. Dann bin ich rauf und hab gespielt“". Und zwar einen seiner Lieblingstitel - „Somewhere over the rainbow“, von Harold Arlen sowie E. Y. Harburg. Spontan legt Thomas den Hörer aufs Klavier und spielt genau diesen Titel für uns als Privatkonzert mit Gänsehautfeeling ??
Danke, Thomas, Du bist einfach großartig!

„Am Klavier!“.
Wer den Niederndorfer bei einem seiner Auftritte erlebt hat, muss bei dieser Antwort lachen, weil sie so typisch Thomas ist. Am Klavier spielt Thomas mit so viel Begeisterung, Talent und Herzblut, dass schnell klar ist, wie sehr er den Jazz liebt. Dabei wollte er zuerst Kirchenmusiker werden. Wie sein Vater war Thomas Organist in Niederndorf.
„Nach dem Krieg kamen die Amis und brachten den Jazz mit“, erinnert der Ü80-Jährige sich. „Ab da gab es für mich nichts anderes mehr, dann war ich dem Jazz verfallen“

Dr. Ute Salzner – Ärztin und engagiert im Höchstadter Stadtrat sowie im ERH-Kreistag

"In jeder Gemeinde im Landkreis ERH gibt es etwas zu entdecken: Kirschgärten, Karpfenweiher, Bierkeller, Schlösser, jüdische Friedhöfe, Museen und vieles mehr.
Als Höchstadterin ist mein Lieblingsort das Weihergebiet bei Mohrhof, einem der 23 Ortsteile von Höchstadt. Es ist das erste und älteste Naturschutzgebiet im Landkreis und zu jeder Jahreszeit und bei -fast- jedem Wetter einen Abstecher wert. Ich finde es entspannend und gleichzeitig spannend, beim Spazierengehen Ausschau nach den verschiedenen Vogelarten zu halten, die es hier zu entdecken gibt".

"Zum einen lese ich unheimlich gerne, angefangen von historischen bis zu aktuellen Romanen, von Krimis bis zu Reportagen und Reiseführern aus aller Welt. Mein e-book ist eigentlich immer und überall mit dabei. Englischsprachige Werke lese ich übrigens fast ausschließlich im Original, das hält fit und hilft bei der Verständigung auf manchen Reisen.

Was mich zu meinem zweiten Hobby führt, dem Fotografieren. Vor ungefähr 15 Jahren habe ich angefangen, mich mit digitaler Fotografie zu beschäftigen und seitdem fleißig, zu allen möglichen Anlässen und Ereignissen, Fotos "geschossen". Zu Weihnachten und zu besonderen Anlässen wie Taufen, Hochzeiten oder runden Geburtstagen verschenke ich häufig Fotokalender, Poster oder Fotobücher mit eigenen Aufnahmen".

Hans Wormser – Aufsichtsratsvorsitzender der Hans Wormser AG

"Mein Lieblingsplatz ist die Marienstatue am Rande des Birkenbühls. Von da aus kann ich auf der Bank sitzend gut auf meine Heimatstadt Herzogenaurach schauen und in meinen Gedanken verweilen. Dieser besondere Ort lässt mich auftanken und stolz blicke ich auf eine so großartige Stadt, in der die fränkische Gemütlichkeit und auch Weltoffenheit herrscht. Oft nehme ich mir viel zu wenig Zeit, diese Stille zu genießen."

"Nach einem stressigen Tag entspanne ich mit einer guten Zigarre und einem Glas Rotwein. Gerade nach vielen hektischen Stunden im Alltag gehören Rituale zu meiner Erholung. Diese kleinen Annehmlichkeiten geben mir immer wieder Kraft und Energie."

Astrid Kaiser – Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Buckenhof

"Bewegung in landschaftlich ergiebigen Landstrichen ist für mich die beste Art zu entspannen. Wandern in der „Fränkischen“ gehört sozusagen zu meinem Grundrepertoire. Für nachhaltigeren Ausgleich packe ich meinen Trekkingrucksack nur mit den nötigsten Kleidungsstücken, den Ausrüstungsgegenständen und gehe in den Bergen von Hütte zu Hütte. Ein traumhaftes Panorama ist die beste Entschädigung für den anstrengenden Aufstieg oder den fordernden Weg über Wurzeln und Klettersteige. Ungezwungene Begegnungen mit Gleichgesinnten bringen gute Laune und Entspannung und sorgen für den Ausgleich zum hektischen Alltag. Entschleunigung und die Reduktion auf Notwendiges halten mich im Gleichgewicht, ebenso wie meine unkomplizierten Wanderfreundinnen."

"Der Wanderweg entlang der Schwabachauen, der mich mit seinem natürlichen Bewuchs und dem kleinen „Urwäldchen“ schnell aus dem Alltag rückt, ist einer meiner Lieblingsplätze. Aber auch mein Garten ist ein Lieblingsort. Hier kann ich beim Beobachten unserer Kulturbienen entspannen, selbst fleißig werden oder mich in ein interessantes Buch vertiefen."

René Rusovat – Künstler

"Als stolzer Bewohner unseres Landkreises fällt es mir schwer einen spezifischen Ort zu benennen. Auf meinen vielen Reisen, war immer der schönste Moment, wieder zu Hause anzukommen. Wenn ich mich festlegen müsste, würde ich das Aurachtal und Herzogenaurach sagen. Hier bin ich aufgewachsen, verbringe so viel Zeit wie es geht in der Natur. Die Wälder, Aussichten und Sonnenuntergänge beeindrucken mich jedes mal aufs Neue. Wer mich sucht, wird auf einer der zahlreichen Bänke um Falkendorf und Münchaurach mit Blick auf das Aurachtal, Herzogenaurach und Erlangen fündig. Unabhängig von meinem weiteren Lebensverlauf sind das die Momente, die für immer ein Teil meiner selbst bleiben werden!

"Nach vielen langen Nächten im Atelier und Terminen mit den interessantesten Menschen des Landkreises suche ich meinen Ausgleich in der Natur. Unabhängig vom Wetter versuche ich mit meinen Freunden bei langen Spaziergängen, etwas Sport oder beim bloßen Sitzen auf einer Bank auf andere Gedanken zu kommen, das Leben etwas zu entschleunigen. Wenn ich alleine unterwegs bin, habe ich gerne meine Kamera dabei und Musik auf den Ohren. Am liebsten höre ich dabei R'n'B, HipHop oder Downtempo. Hauptsache melodisch, mit Message und ruhig. Von Jorja Smith, über J.Cole bis London Grammar ist alles dabei!
Luxus ist, wenn dieser Ausgleich auch Teil meiner Arbeit wird."

Erik Lehner – unser jüngster CharaktERHkopf

"Da muss ich nicht lange nachdenken, das ist natürlich mein Heimatort Spardorf und die Umgebung. Die etwas hügelige Landschaft, die weiten Felder und die alten „Kirschhäusla“ erfreuen mich täglich auf’s Neue. Somit war der Corona-bedingte Ausfall des Südtirol-Urlaubs auch einmal gut verkraftbar."

"Ausgleich finde ich in der Fotografie. Ich verbringe gerne Zeit draußen und dabei ist die Kamera immer mit dabei. Etwas Bestimmtes, sei es in der Landschaft oder im Alltag, bildlich einzufangen und festzuhalten gefällt mir sehr. Und zu sehen, dass man mit jedem neuen Bild fotografisch etwas besser wird, ebenso!"

Andreas Wasielewski – Erster Bürgermeister der Gemeinde Spardorf

"Vor lauter Lieblingsflecken in unserem schönen Landkreis fällt es mir schwer, mich auf einen festzulegen. Natürlich bin ich sehr gerne zu Hause bei meiner Familie in meiner Heimatgemeinde Spardorf. Für mich gehören Orte und Menschen immer zusammen, erst in Kombination werden sie für mich zu besonderen Orten. Sehr gerne unternehmen wir Wanderungen und Radtouren in der vielfältigen Natur unseres Landkreises – oft auch mit einem Abstecher in einen der schönen Biergärten."

"Am besten kann ich abschalten, wenn ich mich draußen an der frischen Luft bewege und das bei jedem Wetter. Als begeisterter Hobbyimker entspanne ich am liebsten gemeinsam mit meinen Kindern bei der Pflege unserer Bienenvölker. Zwischen Bienen und Wildblumen bekomme ich den nötigen Abstand, um wieder mit frischem Blick auf meine Aufgaben schauen zu können."

Anne Wedel-Klein – Mitglied der Geschäftsleitung bei der Martin Bauer Group

"Bei der Diversität unserer wunderschönen fränkischen Landschaft fällt es mir wirklich schwer, mich zu entscheiden. Mein derzeitiger Lieblingsfleck ist allerdings der Dechsendorfer Weiher. Er gibt mir das Gefühl eines Kurzurlaubs.
Als meinen 2. Lieblingsfleck muss ich hier natürlich noch Vestenbergsgreuth erwähnen: Kräuter-Garten MartinBauer, Kräuterrundweg und Schaukelweg."

"Wenn ich Zeit mit meiner Familie verbringe, vor allem in der Natur, bekomme ich relativ schnell den Kopf frei. Mit kleinen Kindern lenkt sich der Blick auf die wesentlichen Dinge im Leben und vor allem auch auf die kleinen, schönen: Mama, schau mal, ein Regenbogen!! Gleichzeitig genieße ich Zeit alleine beim Yoga oder Walken. Das gibt mir sehr viel positive Energie."

Leider haben wir keinen Alternativtext zu diesem Bild, aber wir arbeiten daran.
Leider haben wir keinen Alternativtext zu diesem Bild, aber wir arbeiten daran.

Willi Wahl – Vizepräsident Breitensport beim Bayerischen Leichtathletik-Verband e.V. und Laufguru im Landkreis

Ich bin durchs Laufen schon im ganzen Landkreis herumgekommen. Besonders wohl fühle ich mich in den Wäldern rund um Adelsdorf und Neuhaus. Dort sind meine Laufstrecken und da kenn ich die Gegend wie meine Westentasche.

Für meine kleine Enkelin Maja (mein Sonnenstern) wollte ich etwas ganz Besonderes anschaffen. Zwergziegen sollten es sein. In Thüringen wurde ich fündig und habe dann Mutter und Tochter mit nach Hause zu mir geholt. Vorab einen Stall gebaut und nun versuche ich ihnen ein möglichst schönes Dasein zu vermitteln.
Wir gehen seit einigen Monaten schon jeden Tag - ohne Leine - auf unterschiedlichen Runden spazieren.
Und ich muss gestehen wie gut dies mir tut. Innerhalb kürzester Zeit entschleunige ich da. Besonders schön ist es natürlich, wenn ich mit den zwei Vierbeinern, meiner Enkelin und auch meiner Frau (die allerdings noch nicht ganz in der Herde integriert ist) unterwegs sein kann.

Eva Erhardt-Odörfer – Erste Bürgermeisterin der Stadt Baiersdorf

Am liebsten zu Hause auf meiner Terrasse mit einem guten Buch. Ich lese für mein Leben gern. Egal ob Biografien, Geschichtsbücher oder Krimis – jedes Buch hat für mich seinen Reiz und trägt zu meiner Entspannung bei.
Ich bin ein großer Geschichtsfan – und die fränkische Geschichte ist sowohl eine spannende wie auch eine sehr abwechslungsreiche, jahrhundertealte Geschichte, geprägt von Umschwüngen, Konflikten, Zusammenführungen und stetiger Weiterentwicklung.

Einen speziellen Lieblingsfleck habe ich nicht. In Mittelfranken gibt es so viele schöne, spannende Orte und Landschaften und es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken. Besonders schön ist es aber zu Hause zusammen mit Freunden, gute Gespräche führen.

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Waldemar Schmitt – langjähriger Kreisvorsitzender und Ehrenvorsitzender der Kreisstelle Erlangen-Höchstadt des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes

"Auch wenn ich mich weitestgehend aus dem täglichen Hotelgeschäft (Anmerkung: gemeint ist das Landhotel 3Kronen herausgezogen habe, genieße ich das regelmäßige Schafkopfen und den Austausch mit Freunden aus dem Ort am Stammtisch in unserer Wirtsstube."?

"Jahrzehntelang lag mein Lieblingsfleck am Ortsrand von Adelsdorf, wo sich meine Karpfenweiher befanden.
Heute ist es der Platz vor der Mariengrotte hinter unserem Biergarten (Anmerkung der Redaktion: gemeint ist das Landhotel 3Kronen) die ich zur Erinnerung an meine Eltern errichten ließ und die ich täglich besuche."

 

Alexandra Hiersemann – Landtagsabgeordnete aus Marloffstein

Am schönsten ist es doch tatsächlich daheim! In meinem Garten in Marloffstein, am derzeit blühenden alten Apfelbaum oder am Kamin, kann ich entspannen, Krimis lesen oder einfach auch mal „Löcher in die Luft gucken“. Das macht mich wieder fit für meine Arbeit.

Mit Zeit und in Ruhe für Freunde zu kochen, gehört zu meinen Leidenschaften! Dafür ziehe ich Kräuter und freue mich jeden Tag an ihrem Wachstum. Es dauert und man darf nicht aufgeben - ähnlich wie bei der Oppositionsarbeit!

Leider haben wir keinen Alternativtext zu diesem Bild, aber wir arbeiten daran.
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Christian Kern – Regisseur und einer der Köpfe hinter WIR SIND FILM e.V. aus Uttenreuth

Als kleiner Junge habe ich zusammen mit meinem Papa die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise verfolgt. Mich haben damals nicht nur die Geschichten von Kirk, Spock & Pille begeistert. Die Kernaussage, welche unendliche Vielfalt in unendlichen Variationen und das friedliche Zusammenleben aller Menschen in den Mittelpunkt stellt, ein optimistisches Bild der Zukunft zeigt, etwas das uns Hoffnung gibt - hat mich nachhaltig geprägt. Darüber hinaus hat mich die technische Umsetzung einfach fasziniert, welche mich am Ende auch zum Filmemachen gebracht hat!

Auch wenn ich die Wälder & Wiesen unseres Landkreises sehr gerne zum Entspannen nutze und regelmäßig mit meinem Hund erkunde, so sehr schätze ich auch das reichhaltige Angebot an Kunst und Kultur in der Region. Meine Lieblingsorte sind u.a. das Fifty-Fifty, das E-Werk Erlangen und natürlich das Kino mit all seinen Filmen und Geschichten. Überall dort wo Kultur zuhause ist, findet sich für mich solch ein Lieblingsfleck!

 

Karsten Fischkal – Erster Bürgermeister der Gemeinde Adelsdorf und Kreisrat

Ausgleich finde ich in der Musik, vor allem beim Akkordeonspielen. Ein paar schöne alte Volkslieder, gesungen und gespielt und auf der Quetsche im Kreise von Freunden, das macht mir viel Spaß und Freude.
Leider bleibt mir hierfür viel zu wenig Zeit. Ich lass es mir jedoch nicht nehmen, zum Beispiel beim Seniorennachmittag die Quetsche rauszuholen und zu spielen, da kommt wirklich Stimmung auf!

Eindeutig am Hofsee. Ein wunderschön idyllisches Fleckchen, an dem man die Seele baumeln lassen kann. Dort geh ich auch sehr gerne Joggen. Ich bin ja fast immer irgendwie erreichbar, nur diese Stunde Joggen, die gehört ganz mir.

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Martina Stamm-Fibich hält einen Motorradhelm mit behandschuhten Händen vor ihrem Körper

 

Martina Stamm-Fibich – Bundestagsabgeordnete und Kreisrätin

Mein Lieblingsplatz sind die Regnitzwiesen. Dort habe ich einen Großteil meiner Kindheit in Bruck mit meinen Freunden verbracht. Wir waren jeden Tag im Wasser, haben Lager gebaut, fangen und verstecken gespielt. Es war unser kleines „Auenland“. Mehr haben wir damals nicht gebraucht, um glücklich zu sein. Ob in Bruck, Möhrendorf oder Baiersdorf gehe ich auch heute noch gerne dort spazieren.

Manchmal ist es wichtig, einfach abschalten zu können, nicht erreichbar zu sein. Das gelingt mir beim Motorradfahren. Ich besitze zwar selber keinen Führerschein, aber als Sozia bin ich ab und an mit meinem Lebensgefährten auf Tour. Dann gibt es nur den Fahrtwind und schöne Ausblicke.

 

Ludwig Nagel – Erster Bürgermeister der Gemeinde Hemhofen

Meine Leidenschaft ist das Handwerken - ob neue Sachen bauen oder renovieren, im Haus, Garten oder in meiner Hobbywerkstatt. Meine Frau hat vor Kurzem dazu gesagt: Wir kennen uns nun seit 40 Jahren und wir hatten zu Hause immer eine „Baustelle".

 

Ich gehe gerne spazieren (in und um Hemhofen) und fahre gerne Fahrrad (am liebsten durch unseren wunderschönen Landkreis). Die beste Entspannung finde ich zu Hause in unserem Garten.

Leider haben wir keinen Alternativtext zu diesem Bild, aber wir arbeiten daran.
Herr Rainer Groh hält in der rechten Hand verschiedene Schlagzeug-Utensilien in die Kamera

 
Rainer Groh – Ehemaliger Leiter der Lokalredaktion Höchstadt und Herzogenaurach der Nordbayerischen Nachrichten

Der Neuhauser Bierkeller ist ERH im Kleinen. Attraktiv für ausländische Fachkräfte - in der Küche spricht man tschechisch - ist er ein Integrationsort für Menschen jeglicher Herkunft. An den Tischen Gespräche in mannigfaltigen Idiomen, sogar Fränkisch! Er ist innovativ

(Bratwurstsalat!) und bodenständig (Lagerbier seit 300 Jahren!). Und für Neigschmeckte wie mich ist es leicht hinzukommen und schwer wieder weg:

Heim nach Röttenbach muss ich bergauf radeln.

Zu den Dingen, für die es sich zu leben lohnt, gehört außer dem Frankenjura und Marions Lächeln der Jazz. Dass ich diese Liebe am Schlagzeug nach vielen Jahren Stille wieder ausleben kann, verdanke ich zuerst meinem Niederndorfer Freund und Mentor Thomas Fink, danach vielen geneigten und geduldigen Hobby-Mitmusikern in der Region. Unser aller Wunsch: Bald wieder vor und für die Leute aufspielen und nur mit Musik ansteckend wirken.

 

Regina Bruckmann – Erste Bürgermeisterin des Marktes Lonnerstadt

In unserer Gemeinde gibt es sehr schöne Wanderwege. Am Wanderwege L2 liegt der Aussichtspavillon „Am Fürst“. Das ist ein herrlicher Platz mit einer tollen Aussicht über den Aischgrund von Neustadt/Aisch bis in die Fränkische Schweiz. Der Pavillon wurde 2010 zu unserer 1100 Jahrfeier errichtet und erfreut seitdem viele Wanderer mit seinem herrlichen Ausblick!

Wir wohnen in der Mühle in Lonnerstadt und haben einen großen Garten mit vielen Tieren. Da gibt es immer viel zu tun. Die Arbeit und Pflege in meinem Bauerngarten, meinen Blumenbeeten und im Hof mit vielen Kübelpflanzen ist für mich Ausgleich und Erholung. Es gehören Hühner, Enten, Hasen, eine Schildkröte, 2 Katzen und 2 Hunde zur Familie, durch die beiden Hunde kommt auch die Bewegung nicht zu kurz. Unsere Hühner versorgen uns immer mit frischen Eiern, garantiert von glücklichen Hühnern.

Frau Regina Bruckmann hält in der rechten behandschuhten Hand ein Hühnerei in die Kamera. Die linke behandschuhte Hand hält eine Gartenharke, die an die linke Schulter gelehnt ist.
Leider haben wir keinen Alternativtext zu diesem Bild, aber wir arbeiten daran.

 

Klaus Karl-Kraus – Kabarettist, Musiker, Autor, Moderator und Dipl.-Betriebswirt

„Zu den vielen Menschen, die zeitweise im Kabarett bei Seminaren, Vorträgen und Vorlesungen vor mir sitzen, liebe und brauche ich den Kontrast: die Ruhe, die Natur … shinrin-yoku! Und da begleitet mich stets mein Pudel Findus. Und bei diesen ausgedehnten Wanderungen, durch unsere in allen Jahreszeiten anders schöne Heimat, da entstehen die neuen Ideen. Da treff ich ich auf Franken, auf richtige „Aboridschinells“. Ich liebe die knappen Gespräche: „ Und a aweng unterwegs.“ Liebe es, dass wir dann wieder unseres Weges gehen. So sind wir halt wir Frankn – k & k (korz und knapp). Und des tut fei richtig gut, in der Flut von Informationen – und amol ehrlich, da iss fei gscheid viel Gwaaf dabei!"

"Da gibt es keinen bestimmten Ort. Ich setz mich auf`s Fahrrad und zusammen mit meiner Frau und unserem Pudel radeln wir los. Überall finde ich es schön: die Weiher, die Wälder Und die Fußball-Plätze. Höre ich einen Pfiff eines Schiris, radeln wir hin: 10 Minuten Amateur-Fußball …. Das Größte. Ich liebe es wo wir leben!!!"

 

Schwester Teresa – katholische Ordensschwester der "Kleinen Kommunität der Geschwister Jesu" und Gemeindereferentin aus Weisendorf

"Eigentlich war es bis jetzt die St. Michaelskirche in Großenseebach, wo unsere kindgerechten, begeisterten Kinder-Familiengottesdienste „Abenteuerland“ stattgefunden haben, mit meinem fantastischen Team. „Sie waren immer die schönste Stunde der Woche“.
Seit Corona und meiner Erkrankung wurde es unser Weiher in Oberlindach und die Storchennester. Zwei junge Störche wurden geboren, als ich wieder das Laufen lernte und sie das fliegen. Wir spornten uns gegenseitig an.
Vor 10 Jahren zog meine Gemeinschaft von Pegnitz in den Seebachgrund im Landkreis, welcher uns ein lieb gewonnenes Zuhause wurde."

"Mein Leben ist eigentlich mein Hobby, deshalb liebe ich es kreativ zu sein. Ich tue alles mit Freude, was ich tun darf. Ausgleich finde ich beim Malen, singen, und vor allem zur Zeit beim Kochen von gesunden Gerichten. So ist auch nun ein Kochbuch der Lebensfreude entstanden."

Leider haben wir keinen Alternativtext zu diesem Bild, aber wir arbeiten daran.
Leider haben wir keinen Alternativtext zu diesem Bild, aber wir arbeiten daran.

 

Stefan Müller – Bundestagsabgeordneter und parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe

"Einen speziellen Lieblingsfleck im Landkreis könnte ich gar nicht nennen, weil unsere Region so viele schöne Ecken hat. Auf dem Sattel meines Rennrads kann ich mir diese Ecken buchstäblich erfahren. Meine aktuelle Lieblingsradrunde führt von Großenseebach über Vestenbergsgreuth und Höchstadt nach Adelsdorf und wieder zurück nach Großenseebach."

"Am besten abschalten kann ich beim Rennradfahren (am liebsten quer durch meinen Wahlkreis) oder beim Kochen für Familie und Freunde."

 

?Dr. German Hacker – Erster Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach

"Die Sommerkirchweih Herzogenaurach in unserem schönen Weihersbachgelände an einem warmen Abend im Juli."

„Beim Durchatmen auf meinem Mountainbike, wenn ich auf unseren immer irgendwie weiter führenden Feld- und Waldwegen kleine oder große Runden drehe.“??

Leider haben wir keinen Alternativtext zu diesem Bild, aber wir arbeiten daran.
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Atze Bauer – Liederlacher und Comedian aus Höchstadt

Das coole ist: Meine Tätigkeit ist mein Ausgleich. Manchmal gleiche ich meine Tätigkeit als Textildrucker mit der Bühnenarbeit aus, manchmal ist es umgekehrt.“?

 

"Da gibt es viele. Da ich jetzt einen wählen muss, nehme ich die Bühne der Fortuna Kulturfabrik. Seit Anfang der 80er war ich in der Jugendzentrumsbewegung engagiert. Unsere Forderung war immer eine kulturelle Begegnungsstätte (damals) für Jugendliche. Unser damaliger Bürgermeister hat das mit der Bemerkung "die sollen doch in's Freibad gehen" abgebügelt. Seitdem hat sich zum Glück viel getan und auch die Lokalpolitik hat die Wichtigkeit der Kultur erkannt. Dass es jetzt in Höchstadt so ein tolles Kulturzentrum wie die Fortuna Kulturfabrik gibt, ist einfach sensationell und man sieht ja, dass das Angebot auch von den Leuten angenommen wird.
Für mich ist das noch ein ganz besonderer Ort, weil wir dort 2009 die erste Lachnacht durchgeführt haben. Mittlerweile ist diese Reihe hier fest etabliert. Außerdem habe wir die Lachnacht schon in über 40 Orten von Nürnberg bis Remagen "exportiert"."

 

Ilse Dölle – Erste Bürgermeisterin des Marktes Eckental

Ganz klar zuhause bei meiner Familie, im Mehrgenerationenhaus, in Oedhof. Ich bin ein richtiger Familienmensch. Mein Vater und meine Schwester leben vor Ort und meine Söhne wohnen zumindest zeitweise hier, wenn sie nicht in der Welt unterwegs sind.“

"Der schönste Ort im Landkreis ist für mich Oedhof. Oedhof, mein Heimatort (der östlichste Ort des ganzen Landkreises), gehört ja zu den höchsten Punkten des Landkreises und bietet eine fantastische Aussicht. Wenn ich nach Hause durch den „Teufelsgraben“ fahre, ist es, als schließt sich hinter mir ein Vorhang. Ich lasse alles hinter mir und genieße den Blick bis nach Neustadt zu den Windrädern oder dem Langen Johann in Erlangen. Durch den Geißberg auf der anderen Seite ist Oedhof für mich mein geschütztes Refugium, ich fühle mich hier sehr behütet."

Leider haben wir keinen Alternativtext zu diesem Bild, aber wir arbeiten daran.
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Anna Maria Preller – ehemalige Seniorenbeauftragte des Landkreises Erlangen-Höchstadt 

"Die spannende Vielfalt der Pflanzen macht meinen Garten Jahr für Jahr zum Erlebnis. Aus einem winzigen Samen versuche ich eine Pflanze zu züchten. Das erfordert viel Zeit und Geduld, aber beschert große Freude an der Natur. Das Bild zeigt eine kleine Auswahl der selbst gezüchteten Pflanzen, wie Tomate, Chili und Paprika, die sogar jetzt im Februar Früchte tragen."

"Da ich mich gerne an der frischen Luft bewege, ist mein Lieblingsfleck das angrenzende Waldgebiet zu unserem Grundstück in Hemhofen-Zeckern, das über die B 470 hinaus bis nach Weppersdorf reicht. Beim Waldspaziergang spüre ich den weichen Boden unter den Füßen, die gesunde Luft auf der Haut und in der Lunge. Im Sommer finde ich Kräuter und Beeren, die ich zu Hause zu Marmelade, Kompott oder auch Öl verarbeite. Bewegung im Wald ist Erholung für Körper und Seele und stärkt die Verbindung zur Natur."

 

Norbert Stumpf – Erster Bürgermeister der Gemeinde Bubenreuth 

"Ich habe mir echt überlegen müssen, was ich als persönlichen Gegenstand mitnehme. Ich könnte mein Smartphone (hab‘ ich eh immer dabei) oder mein Tablet mitnehmen, aber den richtigen Ausgleich finde ich entweder beim Handwerken oder am Steuer eines Reisebusses. Ja, beim Busfahren – auch wenn es für viele unverständlich ist – genau da kann ich am besten abschalten und entspannen."

"Zwischendurch lade ich meinen Akku in unserem Garten oder im Wald auf, wenn ich mit meinem Lagotto „Bonne“ Gassi gehe. Mein Lieblingsfleck ist daher auch unser Bubenreuther Wald: Dem Hund seinen Auslauf lassen und selbst einmal durchatmen – einer der schönsten Momente für mich."?

Leider haben wir keinen Alternativtext zu diesem Bild, aber wir arbeiten daran.
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Helmut Fischer – Senior Adviser bei PUMA und langjähriger Spieler beim 1. FC Herzogenaurach

"Von 1969-1973 war ich Polizeibeamter im Bundesgrenzschutz (heute: Bundespolizei). Als Polizeihauptwachtmeister nahm ich an den Olympischen Spielen in München teil, zuerst als Personenschützer des IOC, dann im Olympischen Dorf als Teil des Ordnungsdienstes.
Hier wurde ich Zeit- und Augenzeuge des fürchterlichen Attentats mit 11 toten israelitischen Sportlern. Der Dienstanzug ist für mich ein Stück meines Lebens und begleitet mich jetzt schon 50 Jahre.
1973 bin ich - auch wegen der Erlebnissen in München - freiwillig aus der Bundespolizei ausgeschieden.


Am 1. Februar 1978 habe ich dann, nach 4 Jahren Siemens EDV Zeit, bei PUMA angefangen und nach einem Abendstudium an der Bayr. Werbeakademie in Nürnberg mit Abschluss als Werbefachwirt (BAW), die PUMA Werbeabteilung aufgebaut.
Am 01.02.2022 bin ich 44 Jahre bei PUMA, jetzt als Senior Adviser, General Management PUMA SE."

"In Herzogenaurach geboren und aufgewachsen, ist mein Lieblingsplatz seit Kindheits- und Jugendtagen der Herzogenauracher Aussichtsturm, auch Loritzfelsen genannt. Der Aussichtsturm, von dem man früher bis in die Fränkische Schweiz schauen konnte - so zumindest die Idee der Erbauer - wurde 1911 aus Muschelkalk und Dolomitsteinen aus der Gegend um Gräfenberg erbaut. Er war "unsere" sichere Burg bei den Spielen in der Kindheit und später der Platz der ersten Küsse in der Jugendzeit. Trotzdem der Turm jetzt seit Jahren leider schon aus Sicherheitsgründen gesperrt ist, verweile ich immer noch mindestens einmal im Jahr an diesem Ort meiner Jugend."

 

Jan König – Erster Bürgermeister der Gemeinde Heroldsberg

 

"Ich bin seit über 30 Jahren Chorleiter und leite seit nunmehr über 10 Jahren den Kirchenchor der kath. Kirche St. Margaretha in Heroldsberg. Zusammen mit dem Chor führen wir einmal jährlich anlässlich des Gemeindefestes eine Messe mit Orchester und Solisten auf. Und um alle Beteiligten im Zaum zu halten, bedarf es eines Taktstocks."

"Mein Lieblingsort ist der Schlossweiher in Heroldsberg unterhalb des Roten Schlosses. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf die Kirche St. Matthäus und das historische Heroldsberg. Egal zu welcher Jahres- und Tageszeit: Das ist ein Platz zum Verweilen und Genießen!"

Leider haben wir keinen Alternativtext zu diesem Bild, aber wir arbeiten daran.
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Michael Thiem – Gesamtleiter der Sozialtherapeutischen Einrichtungen der Laufer Mühle

 

"Ich bewege mich gerne, etwa beim Golf, Fußball, Tennis - aber auch beim Joggen und Wandern. Ballspiele sind oft Mannschaftsspiele – gemeinsam mit lieben Menschen aktiv Freizeit zu gestalten hilft mir auch, einen Ausgleich zur professionellen Tätigkeit zu finden.
Außerdem lese ich viel, diskutiere mit anderen über das Gelesene (z.B. im Literaturkreis) und schreibe auch selbst. Bücher verbinde ich darüber hinaus mit „beten“, was für mich bedeutet, meinen Glauben und meine Überzeugung auch zu praktizieren, zu leben."

 

"Es ist der geographisch tiefst gelegene Punkt im Aischgrund, nämlich das Areal rund um die Laufer Mühle. Dort arbeite ich nicht nur, sondern dort lebe ich auch auf: Hier darf ich meine Ideen umsetzen und verwirklichen. An diesem geographischen Tiefpunkt unseres Landkreises begleite ich viele Menschen (auch Landkreisbürger), die in Lebenskrisen stecken, und biete ihnen Hilfen an, damit sie aus den „Tiefen des Lebens“ aufsteigen können in ein neues, kreatives und selbstbestimmtes Leben. Die schöne Natur an der Laufer Mühle mit Feldern, Wiesen, guter Luft und Wasser sind dabei genauso lebenserhaltend und gesundheitsfördernd wie die vielen Menschen hier vor Ort, die aktive Beiträge leisten, damit eine heilende Atmosphäre an diesem Ort vorherrscht."