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Acht „Siebener“ im Landkreis geehrt

Meldung vom 18.10.2018
Landrat Alexander Tritthart überreichte Feldgeschworenen Ehrenurkunden für ihr langjähriges Engagement.

Zehn „Siebener“ erhielten Urkunden aus den Händen von Landrat Alexander Tritthart (3.v.l.): Friedrich Farnlucher, Hans Wolfgang Ochs, Lorenz Jordan (hintere Reihe), Manfred Stilkrich, Ernst Sperber, Heinrich Brehm, Georg Seitz und Werner Bub. Nicht auf dem Bild: Lorenz Weber, geehrt für 25 Jahre Feldgeschworener. Vermessungsamtsleiter Henning Wagner (l). gratulierte.
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Im Namen des Freistaats Bayern würdigte Landrat Alexander Tritthart das „besondere Ehrenamt“ der Feldgeschworenen im Erlanger Landratsamt. Auf die „wichtigen Bindeglieder zwischen Tradition und Moderne“ wollen Kommunen und Ämter auch künftig nicht verzichten.

Seit 50 Jahren ist Werner Bub aus Eckental-Oberschöllenbach Feldgeschworener. Für sein 40-jähriges Wirken erhielt Georg Seitz aus Weisendorf-Reuth eine Ehrenurkunde. Heinrich Brehm und Manfred Stilkrich (beide Adelsdorf-Aisch), Friedrich Farnlucher (Frimmersdorf), Lorenz Jordan und Namensvetter Lorenz Weber (beide Falkendorf), Hans Wolfgang Ochs (Mailach) sowie Ernst Sperber (Wachenroth) wurden für ihr 25-jähriges Engagement ausgezeichnet.

„Wächter der Grenzen“
Feldgeschworene, auch "Siebener" genannt, kümmern sich als Mittler zwischen Vermessungsverwaltung und Grundstückseigentümern um Grundstücksgrenzen und Grenzsteine. Übten früher sieben Männer eines Ortes dieses Amt aus, sind es heute mindestens vier. In Lonnerstadt zählt sogar die erste Frau dazu. Das kommunale Ehrenamt auf Lebenszeit bedarf ausgezeichneter Ortskenntnisse, Menschenkenntnis und Fingerspitzengefühl. Da Grenzsteine nach wie vor von Hand gesetzt werden, setzen Gemeinden stets großes Vertrauen in ihre „Wächter der Grenzen“.

Bürgermeister Klaus Schumann, Gemeinde Aurachtal, bedankte sich bei den Geehrten im Namen seiner anwesenden Kollegin und Kollegen. Dank und Glückwünsche übermittelte auch Vermessungsoberrat Henning Wagner, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Erlangen. Musikalisch umrahmte die Jugendkapelle Aurachtal e.V. unter der Leitung von Ingrid Brendel. die Ehrung.

Feldgeschworene bekleiden eines der ältesten Ämter der kommunalen Selbstverwaltung
Ihre Ursprünge reichen ins 13. Jahrhundert zurück. Bräuche wie das „Siebenergeheimnis“ haben sich bewahrt. Noch heute verstecken Feldgeschworene Zeichen aus Keramik, Glas, Porzellan oder Metall unter Grenzsteinen. Die geheimen Daten unterscheiden sich von Kommune zu Kommune. Ihre Bedeutung geben Feldgeschworene mündlich an die Nachfolger weiter.