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Acht „Siebener“ im Landkreis geehrt

Meldung vom 23.11.2017
Landrat Alexander Tritthart überreichte Feldgeschworenen Ehrenurkunden für ihr langjähriges Engagement.

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Im Namen des Freistaats Bayern würdigte Landrat Alexander Tritthart das „besondere Ehrenamt“ der Feldgeschworenen im Sitzungssaal des Erlanger Landratsamts. Auf die „wichtigen Bindeglieder zwischen Tradition und Moderne“ wollen Kommunen und Ämter auch künftig nicht verzichten.

Seit 50 Jahren sind Johann Amon aus Röttenbach, Friedrich Fürsattel aus Eckental-Oedhof, Johann Hetzar aus Oberreichenbach sowie Friedrich Lettenmayer aus Vestenbergsgreuth-Oberwinterbach Feldgeschworene. Für sein 40-jähriges Wirken erhielt Hans Wölfel aus Uttenreuth-Weiher eine Ehrenurkunde. Ludwig Grau aus Mühlhausen, Fritz Keilholz aus Eckental-Oedhof und Paul Lechner aus Höchstadt wurden für ihr 25-jähriges Engagement ausgezeichnet.

„Wächter der Grenzen“
Feldgeschworene, auch "Siebener" genannt, kümmern sich als Mittler zwischen Vermessungsverwaltung und Grundstückseigentümern um Grundstücksgrenzen und Grenzsteine. Übten früher sieben Männer eines Ortes dieses Amt aus, sind es heute mindestens vier. In Lonnerstadt zählt sogar die erste Frau dazu. Das kommunale Ehrenamt auf Lebenszeit bedarf ausgezeichneter Ortskenntnisse, Menschenkenntnis und Fingerspitzengefühl. Da Grenzsteine nach wie vor von Hand gesetzt werden, setzen Gemeinden stets großes Vertrauen in ihre „Wächter der Grenzen“.

Bürgermeistersprecher Ludwig Wahl, Gemeinde Röttenbach, bedankte sich bei den Geehrten im Namen seiner anwesenden Kollegin und Kollegen. Dank und Glückwünsche übermittelte auch Stefan Pfister, Leiter des Vermessungsamtes Erlangen. Musikalisch umrahmte der Musikverein Uttenreuth e.V. die Ehrung.

Feldgeschworene bekleiden eines der ältesten Ämter der kommunalen Selbstverwaltung
Ihre Ursprünge reichen ins 13. Jahrhundert zurück. Bräuche wie das „Siebenergeheimnis“ haben sich bewahrt. Noch heute verstecken Feldgeschworene Zeichen aus Keramik, Glas, Porzellan oder Metall unter Grenzsteinen. Die geheimen Daten unterscheiden sich von Kommune zu Kommune. Ihre Bedeutung geben Feldgeschworene mündlich an die Nachfolger weiter.

BU: Acht „Siebener“ erhielten Urkunden. 1. Reihe: Friedrich Lettenmeyer, Fritz Keilholz, Ludwig Grau (v.l.n.r.), 2. Reihe: Johann Hetzar, Johann Amon, Hans Wölfel, Friedrich Fürsattel und Paul Lechner (v.l.n.r.). Landrat Alexander Tritthart und Stefan Pfister, Leiter des Vermessungsamtes, gratulierten (3. Reihe). Nicht anwesend: Johann Hertlein aus Spardorf, für 40-jähriges Wirken geehrt.

 

Kategorien: Landratsamt