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Dreizehn „Siebener“ im Landkreis geehrt

Meldung vom 29.11.2019
Landrat Alexander Tritthart überreichte Feldgeschworenen Ehrenurkunden für ihr langjähriges Engagement.

Dreizehn „Siebener“ im Landratsamt geehrt. Vorne: Hermine Philipp für Hans Philipp, Paulus Lunz und Georg Schmitt (v.l.n.r.), dahinter Georg Bayer und Manfred Brendel, 2. Reihe: Richard Ruß, Josef Haselmann, dahinter Heinz Egelseer, Bernhard Bräunig und Hans Frischmann, Hinten: Benedikt Lunz, Baptist Enkert und Johann Lunz. Nicht auf dem Bild: Ludwig Kreßel, Friedrich Zitzmann, Hans Öttinger und Walter Scharold, (je 25 Jahre Feldgeschworener).
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Erlangen. Im Namen des Freistaats Bayern würdigte Landrat Alexander Tritthart das „ganz besondere Ehrenamt“ der Feldgeschworenen im Multifunktionsraum des Erlanger Landratsamts. Auf die „wichtigen Bindeglieder zwischen Tradition und Moderne“ wollen Kommunen und Ämter auch künftig nicht verzichten.

Seit über 40 Jahren ist Georg Schmitt aus Höchstadt a. d. Aisch Feldgeschworener. Für sein 40-jähriges Wirken erhielt Hans Frischmann aus Höchstadt a. d. Aisch eine Ehrenurkunde. Manfred Brendel und Heinz Egelseer (beide Aurachtal-Neundorf), Georg Bayer und Josef Haselmann (beide Heßdorf), Bernhard Bräunig, Baptist Enkert, Benedikt Lunz, Johann Lunz, Paulus Lunz, Richard Ruß (alle aus Höchstadt a. d. Aisch) wurden für ihr 25-jähriges Engagement ausgezeichnet. Die Glückwünsche für Hans Philipps 50-jähriges Wirken nahm Ehefrau Hermine stellvertretend entgegen.

„Wächter der Grenzen“
Feldgeschworene, auch "Siebener" genannt, kümmern sich als Mittler zwischen Vermessungsverwaltung und Grundstückseigentümern um Grundstücksgrenzen und Grenzsteine. Übten früher sieben Männer eines Ortes dieses Amt aus, sind es heute mindestens vier. Das kommunale Ehrenamt auf Lebenszeit bedarf ausgezeichneter Ortskenntnisse, Menschenkenntnis und Fingerspitzengefühl. Da Grenzsteine nach wie vor von Hand gesetzt werden, setzen Gemeinden stets großes Vertrauen in ihre „Wächter der Grenzen“. Wachenroths Bürgermeister Friedrich Gleitsmann bedankte sich bei den Geehrten im Namen seiner anwesenden Kollegen Klaus Schumann (Aurachtal), zweitem Bürgermeister Günter Schulz (Höchstadt) und Horst Rehder (Heßdorf). Er selbst schätze das Ehrenamt der Feldgeschworenen als „verlängerten Arm des Bürgermeisters“, der die Grenzen kennt.

Dank und Glückwünsche übermittelte auch Henning Wagner, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Erlangen. Musikalisch umrahmte die Jugendkapelle Aurachtal e.V. unter der Leitung von Ingrid Brendel die Ehrung.

Feldgeschworene bekleiden eines der ältesten Ämter der kommunalen Selbstverwaltung
Ihre Ursprünge reichen ins 13. Jahrhundert zurück. Bräuche wie das „Siebenergeheimnis“ haben sich bewahrt. Noch heute verstecken Feldgeschworene Zeichen aus Keramik, Glas, Porzellan oder Metall unter Grenzsteinen. Die geheimen Daten unterscheiden sich von Kommune zu Kommune. Ihre Bedeutung geben Feldgeschworene mündlich an die Nachfolger weiter.

 

 

Kategorien: Landratsamt