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Historisch niedrige Arbeitslosenquote, Fachkräfte gewinnen und fördern

Meldung vom 19.11.2018
Landrat lud zu Wirtschaftsgespräch mit Vorsitzendem der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Fürth.

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Adelsdorf. Historisch niedrige Arbeitslosenquote, Fachkräfte gewinnen und fördern: Darüber haben Landrat Alexander Tritthart, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Fürth, Thomas Dippold, und Vertreter diverser Unternehmen beim jährlichen Wirtschaftsgespräch des Landkreises im Adelsdorfer Landhotel DreiKronen gesprochen.

Arbeitslosenquote bei nur 1,7 Prozenz
„Mit einer Quote von 1,7 Prozent im Oktober 2018 hat der Kreis ein historisch niedriges Ergebnis erzielt“, betonte Landrat Alexander Tritthart in seiner Rede und freute sich über Platz vier bundesweit. Die guten Ergebnisse des Focus-Regionen-Rankings 2018 unterstreichen dies. Dort erreichte ERH bundesweit Platz 4 insgesamt und Rang 8 in der Kategorie „Wachstum und Jobs“. Wie Agenturchef Thomas Dippold ausführte, sei die Arbeitslosenzahl im Vergleich zu Oktober 2016 insgesamt um 15,9 Prozent gesunken. Das entspreche 246 Personen, die eine Arbeit gefunden haben. Ein ähnlich gutes Bild zeichnete er bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Ihre Zahl stieg von 50.557 Personen im März 2017 auf 52.094 im März 2018, ein Plus von drei Prozent. Seit 2013 hat sich die Zahl sogar um 19,8 Prozent erhöht. Diese Steigerung liegt weit über dem Bundesdurchschnitt, der bei elf Prozent liegt.

Stereotype Ausbildungswünsche
Neben Lob waren auch kritische Töne zu hören. Dippold warnte, dass es in Zukunft noch schwieriger werde, Fachkräfte zu gewinnen. Zu September 2018 gab es 762 Ausbildungsstellen. 2017 waren es 646 (+18 Prozent). Demgegenüber standen 840 Bewerber (2017) und 850 in 2018 (+1,2 Prozent). Zu den beliebtesten Ausbildungsberufen bei jungen Männern zählen KFZ-Mechatroniker, Industriemechaniker und Mechatroniker. Bei jungen Frauen finden sich Industriekauffrau, medizinische Fachangestellte und Kauffrau für Büromanagement ganz oben auf der Skala. Interessant für Landrat Alexander Tritthart: Die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in der Kommunalverwaltung erreichte im Beliebtheitsranking der Frauen Platz 5.

Dippold mahnte ebenfalls an, das vorhandene Potenzial besser auszuschöpfen. „Aus- und Weiterbildung ist das Gebot der Stunde“, sagte er. Die Agentur für Arbeit könne dabei helfen.

Leistungen vorgestellt
Beratung, Ausbildungsförderung, Eingliederungszuschüsse und berufliche Weiterbildung seien einige Möglichkeiten. 2019 kommen voraussichtlich weitere hinzu: Das Qualifizierungschancengesetz erweitert die Fördermöglichkeiten von Beschäftigten und das Teilhabechancengesetz fördert die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Als Bespiel für die Leistungen der Agentur für Arbeitnehmer berichtete Dippold von einem Mittelschüler, der nach der Schulzeit ein halbes Jahr lang eine „berufsvorbereitende Maßnahme“ absolvierte. Nach kurzer Zeit bekam er über eine „Einstiegsqualifizierung“ (EQ) einen Ausbildungsplatz als Maurer. Während der Ausbildung bekommt der Jugendliche „ausbildungsbegleitende Hilfen“ wie kostenlose Nachhilfe in Fachtheorie und einen Sprachkurs. „Der junge Mann ist auf dem Weg zu einem anerkannten Berufsabschluss und kann seine Zukunft als Fachkraft gestalten. Der Arbeitgeber kann seine Nachwuchskraft im eigenen Betrieb ausbilden und so für eine wertvolle Fachkraft im Betrieb sorgen – eine Win-Win-Situation für alle“, resümiert Thomas Dippold. Für die teilnehmenden Unternehmen war bereits das 16. Wirtschaftsgespräch ein Gewinn: Sie nehmen viele Anregungen mit, wie sie dem Fachkräftemangel begegnen können.

 

Kategorien: Landratsamt, Wirtschaft & Bildung