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Internationaler Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen“

Meldung vom 24.11.2017
Flächendeckendes Konzept für Prävention gefordert

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Am Samstag, 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, wird es wieder viele sichtbare Zeichen wie „Terre des Femmes“-Fahnen mit der Aufschrift „Frei leben – ohne Gewalt“ geben. Neben sichtbaren hat Gewalt auch unsichtbare Formen wie seelische Verletzung, Beschimpfung, Bedrohung und Demütigung. Angesichts der #metoo-Debatte meint die Arbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten in Mittelfranken, dass Gewalt an Frauen ganzjährig Thema sein müsse.

Gewalt an Frauen stagniert in Bayern auf hohem Niveau
Das Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration hat eine Studie zur „Bedarfsermittlung zum Hilfesystem für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder in Bayern“ in Auftrag gegebenen. Sie stellt fest, dass Gewalt an Frauen in Bayern auf hohem Niveau stagniere. Rund 140 000 Frauen seien jährlich potentiell von körperlicher oder sexueller Gewalt, die von ihren Partnern ausgehe, betroffen. Nur 6000 bis 9000 von ihnen haben professionelle Hilfe bekommen. Laut Studie müssen die 40 bayerischen Frauenhäuser mehr Frauen abweisen als sie aufnehmen können. Ihnen fehle Personal.

Bayernweites Konzept gefordert
Die mittelfränkischen kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten sehen daher Bedarf für mehr Schutzplätze und Beratungsstellen, ausreichend Personal, Präventionsarbeit, Arbeit mit den Tätern sowie bezahlbaren Wohnraum. Die kreisfreien Städte und Landkreise leisten einen großen Beitrag, um von Gewalt betroffenen Frauen zu helfen, seien aber auf Unterstützung des Freistaates angewiesen. Die Arbeitsgemeinschaft  setzt sich für eine sichere Finanzierung durch den Freistaat ein, dafür, die bayerischen Richtlinien für Frauenhäuser und Notrufe zügig zu überarbeiten und ein bayerisches Konzept für gewaltbetroffene Frauen zu verabschieden.

Informationen für den Landkreis Erlangen-Höchstadt gibt es bei der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises unter 09131/803211 oder gleichstellung@erlangen-hoechstadt.de.

Der Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen“ geht auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik zurück. Seit 1999 ist das Datum von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.

Kategorien: Landratsamt