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Jungen lesen anders

Meldung vom 12.04.2019
Wie Lesepatinnen und Lesepaten es schaffen, dass Jungs gerne und öfter lesen.

Viel Inspiration holten sich die ehrenamtlichen Lesepatinnen und Lesepaten bei dem Workshop „Jungen lesen – aber anders!?“. Foto: Jutta Leidel/ Ehrenamtsbüro Landkreis Erlangen-Höchstadt.
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Erlangen. Spannend, kämpferisch, abenteuerlustig und mit einer Prise Fantasy – solche Geschichten lieben Jungs laut der Studie „Mädchen lesen gern. Jungen auch?!“ von Literaturwissenschaftlerin Christine Garbe. Wie sie Jungs fürs Lesen begeistern lernten Lesepaten und Lesepatinnen aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt und der Stadt Erlangen bei einem Workshop des Landkreis-Ehrenamtsbüros. Ingeborg Taube und Ulla Schiller-Irlbacher von der Lesewerkstatt Forchheim zeigten den zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie unterschiedlich Jungen und Mädchen lesen. Jungen lesen beispielsweise seltener und kürzer als Mädchen. Das bestätigen auch die Ergebnisse von Garbes Studie.

Während Mädchen häufiger Geschichten mit Bezug zum eigenen Leben lesen, nehmen Jungen auch gern Sachbücher und Reiseberichte in die Hand. Generell sei alles erlaubt, was Jungen dazu bringt, gern zu lesen. „Es gibt auch viele interessante Comics“, sagt Ingeborg Taube.

Selber Detektiv werden

Helfen können auch spezielle Materialien. Ein geheimer Hinweiszettel in Schriftgröße drei und eine Detektivlupe dazu verführt beispielsweise sogar zum Lesen schwieriger Texte – das ließen die Referentinnen ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst ausprobieren. „Bisher habe ich mir über Jungs keine Gedanken gemacht, aber jetzt weiß ich, dass sie anders sind und wie ich darauf eingehen kann“, meint eine Teilnehmerin. Am randvoll gefüllten Büchertisch holten sie und die weiten Lesepatinnen und Lesepaten sich Inspiration für das nächste Vorlesen. Jutta Leidel vom Landkreis-Ehrenamtsbüro und Organisatorin des Workshops freut sich, dass der Workshop so gut ankommt. „Mit Angeboten wie diesen wollen wir ehrenamtlich Engagierte weiterbilden und so dazu beizutragen, dass sie ihre Tätigkeit noch lieber und engagierter ausüben. Für mich ist das eine ganz praktische Art der Anerkennung für ihr Engagement ist, die für alle wertvoll ist“, sagt Leidel.

Kategorien: Landratsamt, Wirtschaft & Bildung, Familie & Soziales, Freizeit & Kultur