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Förderprogramm „Klein“-Elektromobilität

Der Landkreis Erlangen-Höchstadt setzt sich für klimafreundliche Mobilität ein. Seit dem Anfang 2017 bzw. Anfang 2018 unterstützt er Landkreisbürgerinnen und -bürger, die sich einen Elektroroller oder ein S-Pedelec kaufen, mit einem finanziellen Zuschuss von mindestens 200 Euro. S-Pedelecs gelten im Gegensatz zu den allgemein bekannten Pedelecs als Kleinkraftrad. Sie erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h und erfordern daher ein Versicherungskennzeichen. Das Fahren auf dem Fahrradweg ist verboten, ein Helm ist Pflicht. Während normale Pedelecs bereits ihre Nische verlassen haben und in relativ hohen Stückzahlen verkauft werden, sind Elektroroller und besonders S-Pedelecs noch eher selten zu sehen. Weitere Informationen zu Elektrorollern und S-Pedelecs erhalten Sie hier.

Ab 01.01.2020 fördert der Landkreis auch E- Lasten- und Transporträder. Diese sind vielseitig einsetzbar, praktisch und einfach für den Transport von Kindern, Hunden, kleineren Besorgungen bis hin zum großen Einkauf. Auch für den Familienausflug oder sogar für die Urlaubsfahrt sind diese gut geeignet. Im gewerblichen Bereich werden sie bspw. von Kurier-, Paket- und Lieferdiensten sowie Handwerkern genutzt oder dienen als mobiler Verkaufsstand oder zu Marketingzwecken. Weitere Infos finden Sie Sie hier.

Eckpunkte des Förderprogramms
Das Förderprogramm gilt für neue Elektroroller, S-Pedelecs und E-Lastenräder (keine gebrauchten Fahrzeuge) – unabhängig vom Hersteller. Nur Personen, die im Landkreis Erlangen-Höchstadt gemeldet sind, dürfen die Fördermittel in Anspruch nehmen. Jeder Haushalt darf pro Jahr nur einmal unterstützt werden. Wenn der Nachweis erfolgt, dass der Haushalt 100% Strom aus erneuerbaren Energien bezieht oder eine PV-Anlage betreibt, erhält dieser Haushalt einmalig 50 Euro zusätzliche Förderung. Das Förderprogramm endet am 31.12.2022. Das Formular für die Beantragung der Zuschüsse finden Sie hier.

Hintergrund
Elektroroller sind erprobte Fahrzeuge, die herkömmlichen Motorrollern auch in puncto Technik in nichts mehr nachstehen. Gegenüber herkömmlichen Motorrollern weisen sie mehrere deutliche Vorteile auf: Sie verursachen lokal keine Schadstoff- und CO2-Emissionen, während Motorroller oft sogar mehr Schadstoffe als Autos hervorrufen. Zudem sind sie deutlich leiser als Motorroller. Damit tragen Elektroroller erheblich dazu bei, Abgas- und Lärmemissionen in Ballungsräumen zu reduzieren.

Elektroroller haben meist eine Reichweite von 50 bis 80 km. Sie sind damit für den Einsatz in verdichteten Gebieten und Ballungsräumen wie im Landkreis Erlangen-Höchstadt, der aufgrund der Pendlerstrukturen eng mit der Stadt Erlangen verflochten ist, bestens geeignet und bieten sich hier auch als Auto-Ersatz an.

Dies gilt auch für S-Pedelecs. Diese Kraftfahrzeuge sind zwar teurer in der Anschaffung, verbrauchen jedoch weniger Energie als Elektroroller, da sie den Fahrer beim Treten mit geringer Motorenleistung unterstützen. Sie bieten weitere Vorteile, wie den Radweg Außerorts zu nutzen.

Die Reichweite von E-Lastenräder ist i.d.R. geringer, dafür können aber bis 200 kg Zuladung transportiert werden.

Mit dem Förderprogramm will der Landkreis die „Klein“-Elektromobilität unterstützen. Hierfür steht ein Budget von jährlich 10.000 Euro zur Verfügung. Aufgrund der unterschiedlich hohen Anschaffungskosten werden E-Roller mit 200 €, S-Pedelecs mit 300 € und E-Lastenräder mit 400 € gefördert.

Ansprechpartner

Name Telefon Telefax Zimmer E-Mail
Simon Rebitzer
Klimaschutzbeauftragter
09131 803 1274 09131 803 491274 1.34 - 1. OG simon.rebitzer@erlangen-hoechstadt.de