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Die Kraft der Sonne nutzen – Vom Konsumenten zum Prosumenten

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Farbe von vielen Dächern in Deutschland geändert - von grau oder rot nach bläulich schimmernd - besonders auffallend bei strahlendem Sonnenschein. Der Grund dafür ist die stetig wachsende Nutzung der Solarenergie und die dafür notwendigen Solarkollektoren und PV-Module.

Solar in ERH. Kommen Sie auf ERHs Sonnenseite.

Energie aus der eigenen Solaranlage, also Wärme aus der Solarthermie- oder Strom aus der Photovoltaik-Anlage - das bedeutet Unabhängig¬keit von steigenden Energiepreisen und ein gutes Klimagewissen. Gleichzeitig gehen Sie mit gutem Beispiel voran und legen einen wichtigen Grundstein für zukünftige Generationen. Und das schöne dabei: Photovoltaik und Solarthermie-Anlagen sind nach wie vor rentabel.

Solarthermie oder Photovoltaik auch für Sie geeignet?

Ob sich eine Solarthermie oder Photovoltaik-Anlage wirtschaftlich und energetisch für Sie lohnen könnte, können Sie mit Wirtschaftlichkeits-/ Auslegungsrechnern abschätzen. Dies ersetzt aber keine individuelle und persönliche Beratung!

Machen Sie den Solardachcheck für eine erste Einschätzung!

Einen guten Einstieg bieten unsere Informationsveranstaltungen (Vortrag hier zum Download) und die Energieberatung des Verbraucherservice Bayern.

Solarenergie im Landkreis Erlangen-Höchstadt

Im Landkreis Erlangen-Höchstadt waren 2015 rund 4.000 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 77 MWp, größtenteils auf privaten Dächern, installiert. Damit lassen sich etwa 70.000 MWh Sonnenstrom pro Jahr erzeugen. 2014 lag der Solarstrom-Anteil bei 12 % des Gesamtstromverbrauchs im Landkreis (Quelle: Energieatlas Bayern). Die Kollektorfläche aller bis einschließlich 2016 geförderten Solarthermie-Anlagen beträgt rund 61.000 qm. Daraus lassen sich etwa 21.000 MWh pro Jahr an Wärme zur Trinkwarmwassererwärmung und Heizungsunterstützung gewinnen (Quelle: BAFA). Bezogen auf den Gesamtwärmebedarf des Landkreises 2010 (2.228.000 MWh, Quelle: Klimaschutzkonzept) ergäbe sich ein Solarwärme-Anteil von rund 1 %. Die installierten PV-Anlagen im Landkreis finden Sie im Energieatlas Bayern kartografisch abgebildet.

Solarenergie in Deutschland

Die Solarbürger (Bewohner eines Hauses mit Solarwärme- oder Solarstrom-Anlage) in Deutschland stiegen von 4,5 Mio. auf 9 Mio. von 2008 bis 2015. Im Jahr 2016 betrug die kumulierte installierte Kollektorfläche für Solarthermie knapp 20 Mio. qm bzw. waren mehr als 2 Mio. Anlagen installiert. Bei der Photovoltaik betrug die installierte Leistung etwa 40 GWp. Dadurch werden jährlich rund 26 Mio. Tonnen CO2-Emissionen vermieden, was dem durchschnittlichen jährlichen CO2-Ausstoß von rund 12,4 Mio. Mittelklasse-PKWs entspricht.
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Warum brauchen wir im Landkreis mehr Solarwärme- und Solarstrom-Anlagen?

Es wird im Landkreis nicht ganz viermal soviel Wärme wie Strom verbraucht, wobei ca. 55 % des Gesamtstrom- und knapp 60 % des Gesamtwärmeverbrauchs auf die Privathaushalte im Landkreis entfallen. Bei Nutzung aller geeigneten Dachflächen (Orientierung und Neigung) für Photovoltaik könnten 94 % des Stromverbrauchs bilanziell durch die Sonne gedeckt werden. Mit der um die Dachflächen konkurrierenden Solarthermie lassen sich bilanziell 28 % des Gesamtwärmeverbrauchs bzw. 47 % des privaten Wärmeverbrauchs generieren. Da sich über 90 % der gesamten Dachflächen auf privat genutzten Gebäuden befinden, besteht in diesem Sektor zudem ein sehr hohes Potenzial, die Sonnenenergie direkt am Ort der Erzeugung zu nutzen.

→ ERH-Klimaschutzziel: Reduzierung der CO2-Emissionen um 55% (von 2010-2030)

Ein- und Zweifamilienhäuser im Landkreis bieten viel Dachfläche und gute Nutzungsbedingungen

Die Ein- und Zweifamilienhäuser nehmen einen Anteil von rund 90 % aller Wohngebäude ein. Besonders diese bieten genügend Dachfläche, um einen beträchtlichen Anteil der Strom- und Wärmebedarfs der Bewohner mittels Sonnenenergie zu decken. Zudem kann sich jeder Eigentümer völlig unabhängig für eine solare Energienutzung entscheiden. Mit den auf Einfamilienhäusern klassischen Anlagen werden 20 % des Wärme- und mind. 30 % des eigenen Strombedarfs (ohne Batteriespeicher) selbst erzeugt. Durch entsprechende Anlagenauslegung ist aber auch deutlich mehr möglich (mehr Infos in den einzelnen Infoblättern).

Zusammenarbeit mit Arbeitsgruppen und Initiativen im Landkreis

Verschiedene Initiativen im Landkreis klären Bürger seit Langem über die Vorteile der Solarenergie auf. Weiterhin veranstalten Sie Aktion und mit der EWERG gründete sich auch die erste Bürgerenergiegenossenschaft. Die für das laufende Jahr 2017 anstehende Solaroffensive entstand in Zusammenarbeit des Klimaschutzmanagements des Landkreises und der Klimaschutz – und Energiewende-Initiativen.

Der Landkreis – Solarenergie im öffentlichen Sektor

Neben den ökologischen und ökonomischen Vorteilen will auch der Landkreis seiner Vorbildwirkung gerecht werden und rüstet das im Bau befindliche neue Gebäude des Landratsamts mit einer großflächigen Photovoltaik-Anlage aus, deren erzeugter Strom komplett im eigenen Haus verbraucht wird. Ebenso befinden sich bereits kleinere PV-Anlagen auf landkreiseigenen Gebäuden. Ein Großteil der Dachflächen von den Landkreisgebäuden wurde an Investoren vermietet, die den Bau von PV-Anlagen auf diesen Dächern finanziert haben.

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Nutzung von Solarenergie – Welche Möglichkeiten gibt es?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten die Energie der Sonne technisch zu nutzen. Entweder wird sie mittels Photovoltaik-Anlage in Strom konvertiert oder mit Hilfe einer Solarthermie-Anlage Warm-/Heizwasser erzeugt. Da der Wirkungsgrad von Solarthermie-Anlagen deutlich höher ist (bis zu 80 %) als der der Photovoltaik (15 bis 25 %) ist die notwendige Dachfläche zur Erzeugung der gleichen Mengen an Energie deutlich geringer, wie rechts im Bild zu sehen. Hierbei muss aber berücksichtigt werden, dass Strom (aus PV) die höherwertige Energie darstellt, die sich leichter in andere Energieformen umwandeln lässt. Weiterhin hängt die Größe der Solarthermie-Anlage auch davon ab, ob lediglich ein Gros des Trinkwarmwassers erwärmt wird, oder die Raumheizung solarthermisch unterstützt wird.

Gründe für die Photovoltaik und die Solarthermie

  • Die Sonne ist eine unerschöpfliche und kostenlose Energiequelle
  • Auf 1 qm Deutschland liefert die Sonne im Jahr so viel nutzbare Energie, wie in 100 l Öl stecken.
  • Eine Solaranlage produziert CO2-neutral und damit klimafreundlich (Herstellung und Entsorgung nicht berück­sichtigt)
  • Der Grundrohstoff der Module Silizium ist ein natürlicher Mineralstoff (PV)
  • Über das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) wird eine über 20 Jahre konstante Mindestvergütung für eingespeisten Strom garantiert (PV)
  • Wertsteigerung Ihres Hauses, Altersvorsorge und grünes Investment
  • Langfristig höhere Unabhängigkeit von der Preisentwicklung fossiler Energieträger Öl, Gas und Kohle
  • Lokale Wertschöpfung durch die lokale die Energieerzeugung und –nutzung, sowie Aufbau der Infrastruktur (Anlagen) durch das regionale Handwerk

→ Der Einsatz von Solarenergie ist also ökologisch sinnvoll und bringt in der Regel auch ökonomisch große Vorteile.

Praktische Informationen bekommen Sie auch auf Messen und bei Ihren lokalen Handwerkern

https://www.messen.de/de/1249/branche/solarenergie

Ansprechpartner

Name Telefon Telefax Zimmer E-Mail
Simon Rebitzer
Klimaschutzbeauftragter
09131 803 380229 09131 803 190 10 simon.rebitzer@erlangen-hoechstadt.de