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16.03.2017 – 14:25 Uhr: Keine Stallpflicht mehr im Landkreis Erlangen-Höchstadt

Das Bayerische Umweltministerium hat den Veterinärämtern mitgeteilt, dass ab heute in Bayern die Stallpflicht nur noch örtlich begrenzt, bei nachgewiesenen Geflügelpestfällen, zu beachten ist. Somit besteht im Landkreis Erlangen-Höchstadt keine Stallpflicht für Geflügel mehr. Auch Märkte und Ausstellungen sind wieder möglich.

 

Die bundesweit angeordneten sogenannten Biosicherheitsmaßnahmen gelten aber weiterhin, auch in kleineren Geflügelhaltungen. Dazu zählt beispielsweise, dass Unbefugten das Betreten verboten ist, sogenannte „betriebsfremde“ Personen Schutzkleidung und Schutzstiefel zu tragen haben und die Schutzkleidung danach entweder desinfiziert werden muss, oder wenn es sich um Einwegmaterialien handelt, diese zu vernichten sind.

 

Weitere Informationen erteilt das Veterinäramt im Landratsamt Erlangen-Höchstadt unter der Telefonnummer 09193/ 20-506.

 

 

06.02.2017 – 15:54 Uhr: Vogelgrippevirus erreicht Landkreis Erlangen-Höchstadt

(Foto: battery hens©nzgmw/Fotolia.com)
Auf dem Bild sind Hühner zu sehen. (Foto: battery hens©nzgmw/Fotolia.com)

Bei zwei Schwänen, die vergangene Woche am Weiher „Sauerheimer Graben“ in Weisendorf gefunden wurden, wurde das für Tiere hochansteckende Vogelgrippe-Virus H5N8 nachgewiesen. Im gesamten Landkreis gilt weiterhin Stallpflicht und das Verbot von Geflügelausstellungen und -märkten. Die Stallpflicht gilt für alle Geflügelhalter bereits seit dem 21. November 2016. Das Verbot der Märkte und Schauen gilt seit dem 24. November 2016. Das Landratsamt Erlangen-Höchstadt hat dazu entsprechende Allgemeinverfügungen veröffentlicht. Sie sind auch auf der Internetseite des Landkreises zu finden.

 

Empfohlene Verhaltensregeln

Für Menschen ist das Virus nicht ansteckend. Der Verzehr von Geflügelfleisch, Eiern und sonstigen Geflügelprodukten ist unbedenklich. Selbst bei einer Infektion von Hausgeflügelbeständen ist für den Verbraucher keine Gefahr zu erwarten, weil das Virus bereits bei +70° Celsius – und damit bei der üblichen küchenmäßigen Zubereitung – sicher abgetötet wird. Für Tierhalter und Spaziergänger empfiehlt das Veterinäramt jedoch als Vorsichtsmaßnahmen drei Verhaltensregeln.

 

Tote Wasservögel nicht anfassen

Das Veterinäramt rät, tote Wasservögel (z. B. tote Wildenten, Wildgänse oder Schwäne) nicht mit bloßen Händen anzufassen, sondern  direkt das Landratsamt unter der Telefonnummer  09193/20-506 anzurufen und über den Fund toter Wasservögel zu informieren. Mitarbeiter des Veterinäramtes, der Bauhöfe oder der Feuerwehr bergen die Vögel fachmännisch und senden diese zur Analyse an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen. Wer einen toten Singvogel oder eine tote Taube beispielsweise im Garten findet, braucht das Landratsamt nicht zu verständigen –  dass diese an Geflügelpest erkranken, ist bei diesen Tieren nicht zu erwarten.

 

Nicht füttern

Bürger werden gebeten, kein Futter für Vögel an Gewässern auszulegen oder in Gewässer zu werfen. Denn dadurch würden Wildvögel angelockt, die das Virus weiter verbreiten könnten.

 

Hinweise für alle Geflügelhalter

Allgemeine Informationen für (Hobby-)Geflügelhalter finden Sie auf diesen Seiten. Es wird ausdrücklich auf die Verpflichtungen hingewiesen, die Nutztierhaltung beim Veterinäramt zu melden und ein Bestandsregister zu führen. Weitere Anforderungen sowie die Formblätter finden Sie hier unter Allgemeines - Meldung einer Haltung von Nutztieren. Auf Wunsch sendet Ihnen das Amt den Vordruck auch zu.

Hunde anleinen

Hundehalter sollten ihren Hund anleinen, wenn sie mit ihm im Uferbereich spazieren gehen. Jagende Hunde können Wildvögel aufschrecken. Das kann dazu beitragen, dass das Virus sich ausbreitet. Katzenhaltern, die nah am Uferbereich wohnen, empfiehlt das Veterinäramt, die Tiere nicht frei laufen zu lassen. Dass sich das Virus auf Hunde und Katzen überträgt, gilt zwar als unwahrscheinlich, ist jedoch nicht ausgeschlossen.