Geschlechtersensible Medizin: Gesundheit für alle

Warum Frauen und Männer anders erkranken und Medikamente unterschiedlich wirken. Vortrag von Prof. Dr. Marie Christine Dabauvalle, Professorin für Zellbiologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
In der medizinischen Forschung und Lehre wird immer noch der "Durchschnittsmensch" betrachtet, der in der Regel männlich ist. Die Forschungslage zeigt aber eindeutig, dass es geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt, die Auswirkungen auf die Entstehung, Diagnose, den Verlauf und die Behandlung von Krankheiten haben. Leider werden diese geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Medizin noch zu wenig beachtet. Warum ist das so? Worin unterscheiden sich Frauen und Männer wenn sie krank sind? Wie könnte eine geschlechtsspezifische Medizin in Zukunft aussehen? Der Vortrag und die darauffolgende Diskussion spannen einen Bogen von den historischen Grundlagen dieses Befundes zum Ausblick auf zukünftige Probleme, wenn KI basierte Algorithmen aus der verfügbaren Datenmenge vermeintlich passgenaue Strategien ableiten. Prof. Dr. Marie Christine Dabauvalle setzt sich für geschlechtersensible Forschung ein, ganz besonders in der Medizin. Im Rahmen des Projektes PROMPTNET beschäftigte sie sich mit den Unterschieden von Frauen und Männern in der Betrachtung von Gesundheit und Krankheit.
Eintritt frei.
Landratsamt Erlangen Höchstadt, Gesundheitsamt gesundheitsregionplus@erlangen hoechstadt.de