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Seniorenpolitisches Gesamtkonzept

Die bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte sind seit dem 1. Januar 2007  nach Art. 69 des Gesetzes zur Ausführung der Sozialgesetze (AGSG) verpflichtet, integrative regionale Senio­renpolitische Gesamtkonzepte (SPGK) zu entwi­ckeln.

Ausgehend von einem differenzierten Bild des Alterns sollen Seniorenpolitische Gesamtkonzepte im Unterschied zu reinen Pflegebedarfsplanungen verschiedene Bereiche berücksichtigen, die sowohl den Potenzialen und Ressourcen als auch den Hilfe- und Unterstützungsbedarfen älterer Menschen gerecht werden.


Den Pflegebedarf zu ermitteln ist dennoch ein wichtiger Bestandteil eines integrativen, regionalen seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes. Nach dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ umfasst ein solches Konzept umfangreich die Lebenswelt älterer Menschen mit notwendigen Versorgungsstrukturen und neuen ambulanten Wohn- und Pflegeformen für ältere und pflegebedürftige Menschen.

Das Seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises Erlangen-Höchstadt umfasst derzeit vier Teilberichte:

  1. Teilbericht 1: Bestands- und Bedarfsermittlung nach Art. 69 Abs. 1 AGSG
    Die aktuelle Bestands- und Bedarfsanalyse (Stand 31.12.2016) bestätigt dem Landkreis Erlangen-Höchstadt eine gute Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Als Folge des demografischen Wandels  wird der Bedarf künftig relativ stark ansteigen. So besteht in manchen Bereichen bereits kurzfristig Handlungsbedarf. Mittel- bis langfristig ist auch in weiteren Bereichen ein Ausbau erforderlich.
  2. Teilbericht 2: Ergebnisse der repräsentativen Seniorenbefragung
    Die repräsentative Umfrage, die das MODUS-Institut für angewandte Wirtschafts- und Sozialforschung, 2011 durchgeführt hat, hat ergeben, dass die Seniorinnen und Senioren mit ihrem Lebensumfeld zufrieden sind und gern im Landkreis Erlangen-Höchstadt leben.
  3. Teilbericht 3: Zusammenfassung der Ergebnisse und Maßnahmenempfehlungen zur Weiterentwicklung der Seniorenhilfe im Landkreis Erlangen-Höchstadt
    Auf Grundlage der Teilberichte 1 und 2 wurde der Teilbericht 3 des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts für den Landkreis erarbeitet. Er fasst die Ergebnisse zusammen und empfiehlt konkrete Maßnahmen zur Weiterentwicklung, aufgegliedert in verschiedene Handlungsfelder. (Stand Ende 2011)
  4. Teilbericht 4: Evaluation der Maßnahmenempfehlungen
    In Zusammenarbeit mit dem Institut MODUS wurde eine Dokumentation erarbeitet, ob und wie die Maßnahmenempfehlungen aus Teilbericht 3 im Landkreis bisher umgesetzt wurden. Ein Großteil der Maßnahmenempfehlungen ist bereits vollständig oder teilweise umgesetzt. Nur vereinzelte Maßnahmen stehen noch aus.

Im Jahr 2020 werden die Daten zum Teilbericht 1 „Bestands- und Bedarfsanalyse“ neu erhoben. Sie wird am 31.12.2019 durchgeführt und im 2. Quartal 2020 veröffentlicht. Der Teilbericht 1 des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes wird damit erneut fortgeschrieben.

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Ulrike Dorau
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