Die drei Brüder

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Der Ort: An der ERH 20 in Richtung Vestenberggreuth nahe der Abzweigung nach Weickersdorf steht ein Wandererpavillon. Es gibt drei große Steine und zwei Tafeln mit der Sage, so wie Helmut Haberkamm sie in „Das Kaffeehaus im Aischgrund“ erzählt.

Die Geschichte: „Drei Hirten trafen mit ihren Herden auf einer Waldlichtung am Rande des Weges von Vestenbergreuth nach Uehlfeld zusammen.

Hier im Grenzbereich verschiedener Ortschaften war das Weiderecht noch unklar. Es entspann sich wohl ein Streit um die saftige Hutfläche. Ein Hirte hetzte seinen Hund gegen die Herden der Konkurrenz. Die anderen reagierten nicht anders, da jeder meinte im Recht zu sein. Es gab ein wüstes Durcheinander und einen Aufruhr. Die Hirten gaben sich gegenseitig die Schuld an diesem Desaster.

Sie zogen ihre Messer und gingen aufeinander los. Die Folge war eine furchtbare Bluttat. Alle drei hauchten am Ende ihr Leben aus. Die Herde von Vestenbergsgreuth war ohne ihren Führer zu Hause eingetroffen.

Die Einwohner waren darob verwundert und einige machten sich auf die Suche nach ihrem Hirten. Man kam zu der Stelle und fand drei Tote. Einer lag erstochen am Boden. Der zweite hatte sich noch erhoben und hockte erstarrt in gebückter Stellung. Der dritte hatte sich zu einem daneben stehenden Baum geschleppt und diesen umklammert, bis ihn der Tod ereilte.

Zur Erinnerung setzte man drei Steine und zwar so, wie man die drei Toten gefunden hatte. Einen Stein legte man deshalb lang auf den Boden. Den zweiten grub man ein und zwar schräg, wie man ihn gebückt gefunden hatte. Den dritten stellte man aufrecht hin“. 

Zitiert nach: Walter Siegismund: Weisendorfer Bote 1988

An der unscheinbaren Landstraße ERH 20, nahe der Abzweigung nach Weickersdorf, steht heute ein Wandererpavillon. Doch die Idylle trügt, denn dieser Ort birgt eine düstere Legende – eine Geschichte von Streit, Gewalt und Tod, die sich im Schatten der Wälder zwischen Vestenberggreuth und Uehlfeld abgespielt haben soll.

Es begann mit drei Hirten, die sich mit ihren Herden auf einer Waldlichtung trafen. Die saftigen Weideflächen waren verlockend, doch sie lagen im Grenzgebiet mehrerer Ortschaften, wo das Weiderecht ungeklärt war. Was als harmlose Begegnung begann, eskalierte schnell in einen erbitterten Streit um das beste Weideland. Die Hirten hetzten ihre Hunde auf die Herden der jeweils anderen.

Chaos brach aus. Die Tiere stoben auseinander, während die Hirten ihre Messer zogen. In einem blutigen Aufruhr stürzten sie sich aufeinander. Als die Wut verraucht war, blieb nur Stille – und drei Leichen.

Die Dorfbewohner von Vestenberggreuth wurden misstrauisch, als eine ihrer Herden führerlos heimkehrte. Eine Suchgruppe machte sich auf den Weg und stieß schließlich auf das grausige Szenario: Einer der Hirten lag erstochen am Boden. Ein anderer hatte sich noch aufgerichtet und verharrte in einer grotesken gebückten Haltung, als hätte ihn der Tod mitten in der Bewegung eingefroren. Der dritte hatte sich zu einem Baum geschleppt und klammerte sich daran fest.

Um die Tragödie nicht zu vergessen, errichteten die Dorfbewohner drei Steine an jener Stelle – jeder Stein repräsentierte einen der Toten in seiner letzten Position: Einer flach auf dem Boden liegend, einer schräg eingegraben und gebückt, und der dritte aufrechtstehend.

Heute erinnern diese Steine an dieses tödliche Ereignis. Die Sage lebt weiter – eine Mahnung an die dunklen Abgründe menschlicher Natur.

Zitiert nach: Walter Siegismund: Weisendorfer Bote 1988  - mit Perplexity überarbeitet (KI)

An einer kleinen Landstraße (ERH 20) bei Vestenbergsgreuth gibt es einen Wander-Pavillon. In der Nähe liegt die Abzweigung nach Weickersdorf. Dieser Ort sieht friedlich aus, aber hier gibt es eine schlimme Geschichte.

Die Geschichte:
Vor langer Zeit trafen sich drei Hirten mit ihren Herden auf einer Wiese im Wald. Die Wiese lag zwischen mehreren Dörfern. Keiner wusste genau, wem die Wiese gehörte. Die Hirten stritten sich um das beste Gras für ihre Tiere.

Zuerst schrien sie sich nur an. Dann hetzten sie ihre Hunde auf die Herden der anderen. Die Tiere liefen panisch weg. Schließlich zogen die Hirten Messer und kämpften miteinander. Am Ende lagen alle drei tot auf dem Boden.

Die Entdeckung:
Als die Tiere allein ins Dorf zurückkamen, suchten die Menschen aus Vestenbergsgreuth nach den Hirten. Sie fanden einen Toten mit einer Messer-Wunde. Ein zweiter war halb aufgestanden und sah aus, als würde er sich ducken. Der dritte lag an einem Baum und hielt sich daran fest.

Die Erinnerung:
Damit niemand die Geschichte vergisst, setzten die Dorfbewohner drei Steine an den Ort. Jeder Stein zeigt, wie ein Hirte im Tod lag:
·         Ein Stein liegt flach am Boden

·         Ein Stein steht schief und gebückt

·         Ein Stein steht gerade wie ein Baum
Heute erinnern die Steine an die Gefahr von Streit und Gewalt. Die Sage warnt uns: Auch kleine Konflikte können schlimm enden.

Zitiert nach: Walter Siegismund: Weisendorfer Bote 1988 - mit Perplexity überarbeitet (KI)

Der dödliche Streit dreia Hirdn bei Vesdnberchsgreud

An der ERH 20 in Richdung Vesdnberchsgreud, nahe der Abzweichung nach Weiggersdorf, stehd a Wandererbavillong. Drei großa Schdaa lieng dordn. Über die Schdaa erzähld ma sich die folchende Saach:

Drei Hirdn drafn mid ihre Herdn auf aaner Waldlichdung am Rande des Weges vo Vesdnberchsgreud nach Uehlfeld zamm. Hier im Grenzbereich verschiedener Ordschafdn war das Weiderechd noch unklar. Es endspann sich wohl a Streid um die saftiche Hudfläch. A Hird hedzde sein Hund gecher die Herdn der Kongurrenz. Die annern reagierdn ned anners, da jeder meinde im Rechd zu sei. Es gab a wüsdes Durcheinand und an Aufruhr. Die Hirdn gaben sich gchaseidich die Schuld an dem Desasder. Sie zoong ihre Messer und ginga aufnand los. Die Folche war a furchdboare Bluddad. Alla draa hauchdn am End ihr Leem aus.
Die Herde vo Vesdnberchsgreud war ohne ihrn Führer zu Haus eindroffn. Die Einwohner worn darüber verwunnerd und einiche machdn sich auf die Such nachm Hirdn. Man kam zu der Stell und fand drei Dode. Aaner lag erstochn am Bodn. Der zweid hadde sich noch erhoom und höggde erstarrd in gebüggder Stellung. Der dridd hadde sich zu am danebastehnden Baam gschlebbd und den umklammerd, bis ihn der Dod ereilde. Zur Erinnerung sedzde ma drei Schdaa und zwar so, wie ma die drei Dodn gfunna hod. An Schdaa lechde ma deswecha lang aufn Boon. Den zwadn grub ma ein und zwor schräch, wie ma ihn gebüggd gfunna hod. Den driddn stellde ma aufrechd hi.

Zitiert nach: Walter Siegismund: Weisendorfer Bote 1988 - ins Fränkische übertragen (eigene Übertragung)