Mobilität

Alternative Mobilität

Der Verkehr ist mit etwa 150 Millionen Tonnen für rund ein Fünftel der jährlichen Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich. Die Höhe der Emissionen durch den Verkehr ist trotz Verbesserung der Technik seit 1990 kaum gesunken, Grund ist die steigende Zahl zugelassener Autos. Während im Jahr 2000 noch 532 Pkw auf 1.000 Einwohner kamen, hat sich die Zahl im Jahr 2022 bereits auf 583 Pkw pro 1.000 Einwohner erhöht. Im Landkreis ERH kamen im Jahr 2022 664 Pkw auf 1.000 Einwohner. Somit ist die Anzahl der zugelassenen Autos bei uns deutlich höher als im deutschlandweiten Vergleich.

Der Bau von Fahrzeugen und Infrastruktur bringt einen hohen Ressourcen- und Flächenverbrauch mit sich, Lärm und Feinstäube bergen gesundheitliche Gefahren, um nur einige der Nachteile des motorisierten Individualverkehrs zu nennen.

Um die deutschen Klimaschutzziele zu erreichen, müssen die Emissionen im Verkehrssektor auf 84 Millionen Tonnen bis 2030 reduziert und somit der aktuelle Wert halbiert werden. Auch der Landkreis ERH hat sich im Klimaschutzkonzept das Ziel gesetzt, die verkehrsbedingten Emissionen von etwa 516.000 Tonnen pro Jahr (Stand 2012) bis 2030 um 38 % zu reduzieren.

Nur gemeinsam ist dies machbar. Angebote wie das Deutschland-Ticket für den ÖPNV sollen eine umweltfreundlichere und sozialverträglichere Mobilität ermöglichen. Verschiedene Plattformen zur Suche von Mitfahrgelegenheiten, wie die Mitfahrzentrale (MiFaZ), können zur Reduktion von Emissionen und Kosten beitragen. Am umweltfreundlichsten und kostengünstigsten ist die Fortbewegung mit dem Rad und zu Fuß. Der Ausbau der Fahrradwege soll ein schnelleres Vorankommen mit dem Rad im Landkreis erlauben.

Weitere Infos

Wenn Sie über die Anschaffung eines Elektroautos nachdenken und Fragen rund um die Elektromobilität haben, können Sie die kostenlose Beratung des Energiewende ER(H)langen e.V. in Anspruch nehmen: Beratung zur E-Mobilität – Energiewende ER(H)langen e.V.

  

Leitfaden für die Errichtung und den Betrieb von Ladeinfrastruktur an Wohngebäuden

Verbraucherleitfaden Elektroauto: Informiert entscheiden – Umstieg vom Verbrenner aufs Elektroauto

 

E-Mobilität

Während es 2012 nur 2 Lademöglichkeiten im Landkreis Erlangen-Höchstadt gab, sind mittlerweile 321 öffentliche Ladepunkte verfügbar (Stand Januar 2026). Am 1.Juli 2025 waren 95.765 Pkw im Landkreis ERH zugelassen. Der Anteil der Pkw mit alternativen Antrieben (Elektromotor, Hybrid, Plug-in-Hybrid, Gas) liegt im Landkreis bei 13,8 % (Juli 2025), reine Elektroautos sind 5,8 % des Pkw-Bestands. In Deutschland liegt der Anteil der Pkw mit alternativen Antrieben im Bestand bei 12,5 % (Juli 2025).

Setzt man die Anzahl aller zugelassenen Pkw (Verbrenner und elektrisch) mit den Ladepunkten ins Verhältnis, wie das der Verband der Automobilindustrie regelmäßig macht, kommen im Landkreis ERH 337 Pkw auf einen Ladepunkt (Juli 2025). Der Wert zeigt die Attraktivität des Ladenetzes und gibt an, wie viele Pkw potenziell auf einen Ladepunkt angewiesen wären, wenn alle elektrifiziert werden. Betrachtet man nur die bereits fast 8.000 zugelassenen E-Pkw, teilen sich in etwa 28 E-Autos einen öffentlichen Ladepunkt im Landkreis ERH. Neben den öffentlichen Ladepunkten spielt in ländlicheren Gegenden besonders auch das Laden Zuhause und auf der Arbeit eine wichtige Rolle, da das Auto dort die meiste Zeit steht und zusammen mit einer Photovoltaikanlage deutlich günstiger geladen werden kann.