Kooperationsvereinbarung stärkt Unterstützung für pflegende Angehörige im Landkreis

14. Juli 2026: Pflegestützpunkt und Fachstelle arbeiten künftig noch enger zusammen

Pflegende Angehörige im Landkreis Erlangen-Höchstadt sollen künftig noch schneller und gezielter die Unterstützung erhalten, die sie benötigen. Dafür haben der Pflegestützpunkt des Landkreises und die Fachstelle für pflegende Angehörige eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Sie bündelt die Kompetenzen beider Einrichtungen und ermöglicht eine noch besser abgestimmte Beratung und Begleitung pflegebedürftiger Menschen, ihrer Angehörigen sowie von Menschen mit Demenz.

„Pflegende Angehörige leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag. Mit der Kooperation schaffen wir kurze Wege und stärken die Unterstützung für Betroffene im Landkreis“, sagte Landrat Alexander Tritthart bei der Unterzeichnung der Vereinbarung.

Beratung aus einer Hand
Beide Einrichtungen ergänzen sich in ihren Aufgaben: Während der Pflegestützpunkt trägerübergreifend zu Leistungen der Pflegeversicherung, sozialrechtlichen Fragen und weiteren Unterstützungsangeboten berät, liegt der Schwerpunkt der Fachstelle auf der psychosozialen Begleitung und Entlastung pflegender Angehöriger. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention empfiehlt ausdrücklich eine enge Zusammenarbeit beider Angebote, um Ratsuchenden eine koordinierte und umfassende Unterstützung zu ermöglichen. „Pflegesituationen sind oft komplex. Durch die enge Zusammenarbeit können wir Betroffene noch gezielter begleiten und schnell an die passende Ansprechstelle vermitteln“, erläuterte Lisa Neubert, Leiterin des Pflegestützpunktes.

Unterstützung im gesamten Landkreis
Die Fachstelle für pflegende Angehörige ist an drei Tagen pro Woche in den Räumen des Pflegestützpunktes in Herzogenaurach (Ohmstraße 2) sowie in Buckenhof (Zeidelweide 11) vertreten. Ergänzend finden regelmäßige Außensprechstunden in Eckental und Vestenbergsgreuth statt. Zum Angebot gehören neben individueller Beratung auch Schulungen für Angehörige, Gesprächskreise und weitere Entlastungsangebote, insbesondere zum Thema Demenz. „Viele Angehörige stellen ihre eigenen Bedürfnisse lange zurück. Gemeinsam können wir Familien frühzeitig erreichen und passgenau unterstützen“, sagte Juliane Fabian, Geschäftsführerin des Vereins Dreycedern e.V..

Die Fachstelle für pflegende Angehörige ist seit vielen Jahren eine wichtige Anlaufstelle für Beratung, Unterstützung und Entlastung im Landkreis. Seit Januar 2026 wird sie vom Verein Dreycedern e. V. aus Erlangen getragen. Der Verein verfügt über langjährige Erfahrung in der Begleitung pflegender Angehöriger und bringt diese Expertise in die Zusammenarbeit ein.

Leider haben wir keinen Alternativtext zu diesem Bild, aber wir arbeiten daran.
Mit ihrer Unterschrift besiegeln Landrat Alexander Tritthart (3.v.l.), und Juliane Fabian, Geschäftsführerin des Vereins Dreycedern, (4.v.l.) im Beisein von Lisa Neubert, Leiterin des Pflegestützpunkts, (3.v.r.) und weiteren Beteiligten die Kooperationsvereinbarung zur weiteren Stärkung der Unterstützung pflegender Angehöriger im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Foto: Landratsamt ERH/Christina Schnitzerlein-Henkel.