Künstliche Intelligenz trifft Bildung
Künstliche Intelligenz verändert Bildung, Arbeitswelt und Gesellschaft. Wie Bildungsakteure diesen Wandel gemeinsam gestalten können, stand im Mittelpunkt der sechsten Bildungskonferenz des Landkreises Erlangen-Höchstadt. Unter dem Motto „Künstliche Intelligenz trifft Bildung: Chancen, Herausforderungen und Perspektiven“ kamen im Landratsamt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Schulen, Kindertageseinrichtungen, Verwaltung, Wirtschaft sowie weiteren Bildungsinstitutionen zusammen.
KI verändert Bildung: Gemeinsam Perspektiven entwickeln
In Fachvorträgen und drei thematischen Foren tauschten sich die Teilnehmenden über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Bildung aus. Im Fokus standen unter anderem die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, Medienkompetenz und Meinungsbildung im Zeitalter von KI und Social Media sowie der Umgang mit generativen KI-Anwendungen im Alltag junger Menschen. Ziel der Konferenz war es, aktuelle Entwicklungen einzuordnen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Perspektiven für eine zukunftsfähige Bildungslandschaft zu entwickeln.
Landkreis stärkt Kompetenzen für morgen
„Künstliche Intelligenz wird die Art, wie wir lernen, arbeiten und Wissen vermitteln, nachhaltig verändern. Deshalb ist es entscheidend, junge Menschen nicht nur im Umgang mit digitalen Technologien zu stärken, sondern auch Medienkompetenz zu fördern. Als Landkreis schaffen wir dafür die passenden Rahmenbedingungen – mit modernen Schulen, einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur und starken Bildungsnetzwerken. So investieren wir in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen ebenso wie in die Zukunftsfähigkeit unserer Region“, betonte Landrat Alexander Tritthart.
Bildungsregion setzt auf nachhaltige Projekte und Netzwerke
Im weiteren Verlauf der Konferenz informierten Nikola Pfann und Olga Kliwna vom Bildungsbüro über aktuelle Kooperationsprojekte der Bildungsregion Erlangen-Höchstadt. Sie stellten unter anderem die gemeinsam mit der Kommunalen Jugendarbeit entwickelte „LeseVielfalt“-Bücherbox vor. Sie fördert die Lesefreude, stärkt die Lesekompetenz von Grundschulkindern und vermittelt kindgerecht demokratische Grundwerte. Auch Projekte gemeinsam mit dem Regionalmanagement zur Bildung für nachhaltige Entwicklung stehen im Fokus der Bildungsregion. Schülerinnen und Schüler können sich dabei beispielsweise zu Nachhaltigkeitsbotschafterinnen und -botschaftern ausbilden lassen und sich in einem Kunstprojekt kreativ mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und ihrer Bedeutung für die Region auseinandersetzen. Mit dem Kooperationsprojekt „Qualifiziertes Praktikum“ soll vor allem die Qualität von Schülerpraktika verbessert werden. Darüber hinaus fördert es die Berufsorientierung und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen.
KI in der beruflichen Bildung
Einen fachlichen Impuls zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der beruflichen Bildung gab Gastreferent Metin Karatas von der Fachschule für Künstliche Intelligenz Herzogenaurach. Er zeigte auf, welche Kompetenzen künftig gefragt sind und welche Chancen KI für Ausbildung und Beruf eröffnet. Dabei stellte er die Einführung von KI als Wahlpflichtfach am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Herzogenaurach-Höchstadt a. d. Aisch vor. Außerdem gab er Einblicke in die Arbeit der Fachschule für Künstliche Intelligenz, die im September 2025 als eine von zwei Fachschulen dieser Art in Bayern an den Start ging.
Gut vernetzt in die Zukunft
Die Bildungsregion Erlangen-Höchstadt setzt auf eine enge Vernetzung ihrer Bildungsakteure. In verschiedenen Arbeitskreisen arbeiten Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen frühe Bildung, Schule, berufliche Bildung, Ehrenamt, Inklusion, Integration, lebenslanges Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung zusammen. Ziel ist es, Bildungsangebote kontinuierlich weiterzuentwickeln und auf gesellschaftliche, demografische und technologische Veränderungen auszurichten.
Mit 15 Schulen in der Trägerschaft des Landkreises und derzeit mehr als 8.200 Schülerinnen und Schülern investiert der Landkreis kontinuierlich in moderne Bildungsinfrastruktur und zukunftsfähige Lernbedingungen. Dass der Landkreis zu den zukunftsfähigen Regionen Deutschlands zählt, zeigt auch der Zukunftsatlas 2025. Erlangen-Höchstadt belegte dort Platz 46 unter 400 Landkreisen und kreisfreien Städten.
Alle Informationen zur Bildungsarbeit im Landkreis gibt es online unter https://www.erlangen-hoechstadt.de/wirtschaft-bildung/bildung/. Interessierte können sich gerne auch an das Bildungsbüro telefonisch unter 09131 803 -1227 oder -1228 oder per E-Mail an Bildungsbuero@erlangen-hoechstadt.de wenden.